Jugendprojekt

Ziel des Projektes

Rückwirkend betrachtet, wird kaum mehr jemand leugnen, dass nur durch den kritischen Sachverstand in der Bevölkerung und deren Bereitschaft, sich den Fehlentwicklungen der Energiepolitik entgegen zu stellen, diese teilweise korrigiert werden konnten. Doch selbst wenn die Stilllegung der Atomkraftwerke inzwischen gesetzlich verankert ist, bleiben die Probleme mit dem Atommüll. Gerade weil die möglichst sichere Verwahrung der radioaktiven Abfälle für Hunderttausende von Jahren eine kaum lösbare und mit immensen Kosten verbundene Anforderung ist, ist es eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die nächste Generation für die vorhandenen und künftigen Probleme zu sensibilisieren. Auf der anderen Seite ist schon jetzt zu beobachten, dass diese Weitergabe der Verantwortung in die nächste Generation kein Selbstläufer ist, sondern die spezifischen Dynamiken der kommenden Generation berücksichtigen muss, sollen Wissen und Erfahrungen nicht verloren gehen.

Das Projekt "Jugend trifft Erfahrung", das der Trägerkreis des Atommüllreports gemeinsam mit der BUNDjugend durchführt soll hierzu einen Beitrag leisten. Gefördert wird das Projekt durch die deutsche Bundesstiftung Umwelt. 

18.08.2017

Jugend trifft Erfahrung 15.-17.9. Wendland

Zu einem generationenübergreifenden Austausch über die Geschichte des gesellschaftspolitischen Konfliktes, die Erfahrungen und die Sichtweise der heutigen jungen Generation lädt das Projekt Atommüllreport gemeinsam mit der BUNDjugend vom 15.-17. September nach Tüschau ein. Die "Erfahrenen" sind Axel Mayer, ein Anti-Atom-Kämpfer der 1. Stunde, Peter Dickel aus Braunschweig und Birgit Hüneke, der Leiterin des Gorleben-Archivs sowie der Vollzeitaktivistin und Bewegungsarbeiterin, Cécile Lecomte, der ehemaligen Sprecherin von X-tausendmal quer, Luise Neumann-Kosel und Clara Tempel von JunepA. Wer unter 28 Jahre ist und an dem Workshop teilnehmen möchte, kann sich bis zum 24. August anmelden.

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26.06.2017

Workshops im Wendland, in Karlsruhe und Berlin

Gemeinsam mit Jugendlichen sollen die Maßnahmen des Projektes (Bildungsmaterial, Videos, Beteiligungs-Box) entwickelt und gestaltet werden. Hierzu werden drei Workshops durchgeführt. Um möglichst viele Anregungen aufnehmen zu können steht jeder Workshop unter einer anderen Fragestellung und findet an einem anderen Ort statt.

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26.06.2017

Beteiligungs-Box

In den nächsten Jahren wird im Zuge der Umsetzung des Standortauswahlgesetzes eine Vielzahl an Beteiligungsangeboten an Menschen herangetragen werden, die sich bisher eher wenig mit den Problemen einer sicheren Verwahrung radioaktiver Abfälle befasst haben. Daher soll in den Netzwerken, in denen die BUNDjugend aktiv ist, ein Wissensmanagement zum Thema Atommüll und Beteiligung aufgebaut werden, so dass hier auch in Zukunft abrufbar Erfahrungen, Erkenntnisse und Hilfestellungen archiviert und dokumentiert werden. 

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26.06.2017

Erstellung von Unterrichtsmaterial

„Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln, Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.“ (BNE-Portal) Ganz im Sinne des Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollen im Rahmen des Projektes Grundprobleme der Atommülllagerung für den Unterricht einfach begreifbar, sachlich dargestellt und mit einem Blick für die innewohnenden Risiken aufbereitet werden. 

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08.06.2017

Videos

Um insbesondere die social-media-Kommunikation zu unterstützen, werden im Laufe des Projektes drei kurze Videos erstellt, die auf das Projekt hinweisen und anschaulich und jugendgerecht Inhalte und Ergebnisse abbilden. 

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08.06.2017

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Jugendprojekt mit 110.000.- Euro

Das Projekt Atommüllreport  hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen zu sichern und an die nächste Generation weiterzugeben. Das Projekt "Jugend trifft Erfahrung – generationenübergreifende partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung neuer Wissens- und Bildungsformate zu Atommüll" soll helfen, diesen Wissenstransfer vorzubereiten. Am 5.April startete das Projekt mit einer Übergabe der Projektförderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vor dem Atommüllprojekt Schacht KONRAD. Zur Presseerklärung

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Annika Kiehne, Projektkoordinatorin

Annika Kiehne arbeitet als Projektkoordinatorin für „Jugend trifft Erfahrung“ in Braunschweig. Seit ihrem Psychologiestudium hat sie sich in der Kinder- und Erwachsenenbildung, u.a. im Instrumentalunterricht engagiert und begleitet individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse. In ihrer Freizeit ist sie häufig mit dem Rad in der Natur unterwegs. „Seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl sind für mich auch die Probleme der Atomanlagen in meiner Nähe der Asse, Schacht KONRAD und der atommüllverarbeitenden Betriebe in Braunschweig in den Vordergrund getreten. Deshalb habe ich mich in den letzten Jahren bei Protestaktionen und bei Gedenktagen zu Tschernobyl und Fukushima engagiert. Insbesondere starke Zweifel von Bürgern an der Zuverlässigkeit der Informationspolitik zur Sicherheit der Asse habe ich in Erinnerung.“

Antonia Müller, Projektkoordinatorin

Antonia Müller arbeitet als Projektkoordinatorin für „Jugend trifft Erfahrung“ in der Bundesgeschäftsstelle der BUNDjugend in Berlin. Außerdem betreut sie dort seit 2015 das Projekt Klasse Klima - heißkalt erwischt. "Ich komme aus Berlin, hab zuvor einige Jahre bei der Grünen Jugend gearbeitet und mag es Menschen bei ihrem Engagement für eine nachhaltige und gerechte Welt zu unterstützen. Dabei bin ich seit meinem Germanistik- und Politikwissenschaftsstudium stets auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wie diese Welt konkret aussehen kann und wie es gelingt vor allem junge Menschen für Alternativen zu begeistern. Wenn ich nicht im Büro oder bei Workshops halte ich mich am liebsten in der Natur, beim Yoga oder im Theater auf."

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