Jugend trifft Erfahrung 15.-17.9. Wendland

02.08.2017
Rubriken: Jugendprojekt, Start

Du interessierst dich für das Thema Atommüll, bist noch unter 28 Jahren und hast Lust dich gemeinsam mit erfahrenen Aktivist*innen auf eine authentische zeitgeschichtliche Reise zu begeben, auf der wir unter anderem auch nach Antworten auf die folgenden Fragen suchen werden:

  • Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse junger Menschen damals und heute?
  • Welche gesellschaftlichen Unterschiede gibt es?
  • Welche Erfahrungen wurden mit Beteiligung gemacht?
  • Wie nimmt die Jugend heute die Anti-AKW-Bewegung wahr? Welche Forderungen haben sich geändert?
  • Gibt es Hemmschwellen des Engagements junger Menschen? Wie können sie überwunden werden?
  • Was braucht es, um das Thema Atommüll zu einem Bewegungsthema zu machen?

Seit nunmehr 40 Jahren ist das Wendland eine Hochburg des Atom-Widerstandes. Wo die Geschichte einer einzigartigen Bürger*innenbewegung geschrieben wurde, stoßen wir im Rahmen des ersten von drei Workshops rund um das Thema Atommüll einen generationenübergreifenden Diskurs über diesen gesellschaftspolitischen Konflikt und die Erfahrungen einzelner Akteur*innen an. Denn mit dem beschlossenen Atomausstieg ist vor allem die Frage der Entsorgung der radioaktiven Abfälle, die nach menschlichem Ermessen bis in alle Ewigkeit strahlen, noch längst nicht geklärt.

Zusammen mit Axel Mayer, einem Anti-Atom-Kämpfer der 1. Stunde, Peter Dickel aus Braunschweig und Birgit Hüneke, der Leiterin des Gorleben-Archivs sowie der Vollzeitaktivistin und Bewegungsarbeiterin, Cécile Lecomte, der ehemaligen Sprecherin von X-tausendmal quer, Luise Neumann-Kosel und einer Aktivistin von JunepA lassen wir die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung in Tüschau lebendig werden. Was hat sie ganz persönlich motiviert? Wie hat sie ihr Aktivismus geprägt und was konnten sie mit ihrem Engagement bewirken? Mit interaktiven Methoden wollen wir den gemeinsamen Austausch fördern und uns viel Zeit für das gegenseitige Kennenlernen nehmen – am Lagerfeuer und an Orten des Widerstandes gegen eine Technologie mit unkalkulierbaren Risiken.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Du musst kein Vorwissen zum Thema mitbringen. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Fahrtkosten werden mit maximal 20 Euro bezuschusst. Von Salzwedel oder Lüneburg wird eine kostenlose gemeinsame Anreise zum Tagungsort organisiert. Unterkunft und Verpflegung sind ebenfalls kostenlos.

Datum: 15.09.2017 - 17.09.2017
Ort: Bewegungswerkstatt des Tu Was e.V. 
Adresse: Saggrian Nr. 1, 29482 Tüschau / Wendland
Preis: 15 EUR 

Anmeldung bis spätestens 24. August 2017 über das  Formular auf der Seite der BUNDjugend .


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