Stilllegung

Hintergrund

Längst sind eine ganze Reihe bundesdeutscher Atomanlagen stillgelegt. 14 Leistungsreaktoren werden derzeit zurückgebaut, zwei sind im "sicheren" Einschluss. Sieben Atomkraftwerke befinden sich in der Nachbetriebsphase, das AKW Krümmel ist zwar abgeschaltet, ein Stilllegungsantrag jedoch noch nicht eingereicht. Vollständig zurückgebaut sind bisher der Heißdampfreaktor Großwelzheim, Das Versuchsatomkraftwerk Kahl und das AKW Niederaichbach, das jedoch nur 18 Vollasttage in Betrieb war. Dazu kommen eine größere Anzahl von Forschungs- und Unterrichtsreaktoren und andere Atomanlagen in unterschiedlichen Phasen der Stilllegung.

Mit der Stilllegung einer Anlage sind weder die Gefahren noch die Probleme vorbei. Gerade vor dem Hintergrund der Kosten für Stilllegung, Abriss und Verwahrung des Atommülls müssen Abschläge beim Strahlenschutz befürchtet werden. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat im Dezember 2005 Vorschläge für Anforderungen an die Stilllegung im technischen Regelwerk vorgelegt. Doch schon der Stilllegungsleitfaden des Bundesumweltministeriums von 2009 redzuiert die Sicherheitsanforderungen der RSK. So wird weder eine zwingende Entfernung der Brennelemente aus der Anlage vor Beginn der Rückbaumaßnahmen noch eine umfassende radiologische Charakterisierung vorgeschrieben. Und die Praxis aus den Bundesländern zeigt eine zunehmende Aushöhlung der Öffentlichkeitsbeteiligung.

28.10.2016

Übersicht Stilllegungsverfahren

An vielen Standorten in Deutschland laufen derzeit Genehmigungsverfahren für die Stilllegung und den Abriss der Atomkraftwerke. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Verfahrensstände und bietet Verlinkungen zu den einschlägigen Unterlagen.

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Rubriken: Stilllegung

26.05.2016

Atommüllkonferenz legt Forderungskatalog für Stilllegungsverfahren vor

Nach der Abschaltung von mehreren Atomkraftwerken rücken die Stilllegungsverfahren zunehmend in den Mittelpunkt. Mit dem Positionspapier „Abschaltung, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken” fordern jetzt 76 Umweltverbände, Initiativen und Anti- Atom-Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet höchste Sicherheitsanforderungen und umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stilllegungen sowie die mittelfristige Lagerung sämtlicher radioaktiver Altlasten vor Ort.

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