Endlagerung

Hintergrund

Die Bilanz nach 50 Jahren Endlagerpolitik in Deutschland fällt nüchtern aus: Zwei havarierte Salzstöcke, ein dritter, der seit 40 Jahren heftig umstritten und geologisch ungeeignet ist und ein genehmigtes Erzbergwerk, dessen Umbau zu einem Atommülllager erhebliche Probleme mit sich bringt. Mit zwei Standorten beschäftigten sich bereits Parlamentarische Untersuchungsausschüsse, der niedersächsische Landtag 2009 - 2012 mit der ASSE II und der Deutsche Bundestag 2010 - 2013 mit Gorleben. Bei der Wismut in Sachsen und Thüringen werden die Halden und Absetzbecken einfach als oberflächennahe, dauerhafte Abfalllager für radioaktiven Schrott und Bauschutt genutzt.

 

28.07.2016

Endlagerprojekte in Deutschland

Die Geschichte der Endlagerprojekte in Deutschland ist eine Geschichte von politischen und ökonomischen Interessen, die gegenüber Sicherheitsbedenken durchgesetzt wurden. Bei ASSE II und Morsleben wurden Warnungen von Fachleuten und aus der Bevölkerung ignoriert, um ihnen Jahrzehnte später, nachdem der Müll eingelagert worden war, doch Recht zu geben - zu spät. Mit Gorleben und Schacht KONRAD wird an Projekten festgehalten, die offensichtlich ungeeignet, gesellschaftlich nicht akzeptiert und hoffnungslos veraltet sind. Und bei der Wismut in Sachsen und Thüringen werden die Halden und Absetzbecken einfach als oberflächennahe, dauerhafte Abfalllager für radioaktiven Schrott und Bauschutt, der über den Freigabewerten kontaminiert ist, genutzt.

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28.07.2016

Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung

1983, 16 Jahre nach Beginn der Endlagerung radioaktiver Abfälle in der ASSE II, wurden erstmals offizielle Sicherheitskriterien für die Lagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk aufgestellt. 2010 wurden diese für die Lagerung hoch radioaktiver Abfälle aktualisiert.

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28.07.2016

Rechtsentwicklung im Endlagerbereich

Am 31. Oktober 1957 ging der erste Atomreaktor in der BRD in Betrieb. Am 1. Januar 1960 trat das Atomgesetz in Kraft. Obwohl bereits damals über die Probleme einer sicheren Atommülllagerung diskutiert wurde, gab es darin keine Regelungen zum Umgang mit den radioaktiven Abfällen. Diese wurden erst mit der vierten Novelle des Atomgesetzes 1976 eingeführt, da war das Atommülllager ASSE II schon neun Jahre in Betrieb.

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07.09.2016

Endlager Meer

Das Meer ist in mehrfacher Hinsicht Endlager für radioaktive Abfälle und durch radioaktive Ableitungen belastet, durch den Fall-out der Atombombenversuche, durch Folgen atomarer Katastrophen, durch die Ableitung radioaktiver Abwässer aus den Atomanlagen, durch vorsätzlich oder infolge von Unfällen versenkte Atom-U-Boote und durch die Versenkung radioaktiver Abfälle im Meer.

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