Zwischenlager

Hintergrund

In 38 Lagerstätten (Nass- und Trockenlager) in Deutschland lagern hoch radioaktive Abfallstoffe. Am 19.6.2013 entzog das OVG Schleswig dem Standort-Zwischenlager Brunsbüttel die Genehmigung. Anstatt Konsequenzen zu ziehen kamen Bund und Länder überein, dass es keine Sicherheitsdefizite gäbe. Das Land Schleswig-Holstein ordnete nicht nur die weitere Lagerung der bisher im SZL Brunsbüttel befindlichen neun Castoren an sondern will sogar die Einlagerung weiterer Castoren erlauben. Viele Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland weisen noch geringere Sicherheitsstandards als das SZL Brunsbüttel auf.

Die Genehmigung für die Trockenlager laufen alle weit vor einer möglichen Inbetriebnahme eines tiefengeologischen Lagers aus. Offen ist die Frage, was dann mit den ca. 1.900 Castoren passieren soll.

07.12.2016

Neuordnung der kerntechnischen Entsorgung - Grundlegende Entscheidungen im Schnelldurchgang

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit bringen Bundesregierung und Bundestag vor der Weihnachtspause noch grundlegende Änderungen im Bereich Atommüllpolitik im aller Eile durch den Bundestag. Das Gesetzespaket "zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung" wurde am Donnerstag, den 01.12.2016 in das Parlament eingebracht. Bereits einen Tag später, am Freitag, den 02.12.2016, fand die Sachverständigenanhörung dazu im Wirtschaftsausschuss statt. Zu den Regelungen und der Kritik im Einzelnen:

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Rubriken: Kosten, Zwischenlagerung, Start

17.11.2016

Zwischenlager statt „Grüne Wiese“

Über Jahrzehnte haben die Betreiber von Atomanlagen propagiert, dass nach dem Rückbau der Anlagen eine „Grüne Wiese“ zurückbleiben würde. Abgesehen davon, dass an 14 AKW-Standorten Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente stehen, werden an fast allen Standorten Zwischenlager für Betriebs- und Abrissabfälle errichtet, teilweise in den alten Gebäuden, teilweise als Neubau. Diese Zwischenlager werden noch weit nach dem Abriss hinaus vor Ort in Betrieb sein.

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Rubriken: Zwischenlagerung

14.09.2016

Befristete Genehmigungen der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle

Selbst in der zuversichtlichsten Annahme der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfälle dauert die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in eine tiefengeologische Lagerstätte bis 2070. 23 – 36 Jahre nachdem die Betriebsgenehmigungen für die Zwischenlager erloschen sind. Was passiert mit den Castoren in der Zwischenzeit? Die Frage bleibt bisher offen.

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Rubriken: Zwischenlagerung

14.09.2016

Kritik am Zwischenlager-Konzept im Nationalen Entsorgungsprogramm

Die Genehmigungen der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle laufen alle weit vor einer Inbetriebnahme eines tiefengeologischen Lagers aus. Im Nationalen Entsorgungsprogramm (NaPro) der Bundesregierung soll das Problem durch ein Eingangslager am festgestellten Standort des tiefengeologischen Atommülllagers gelöst werden. Doch dies kann weder zeitlich noch kapazitätsmäßig funktionieren.

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Rubriken: Zwischenlagerung

06.10.2016

Standorte und Bauweisen der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle

Am 19.6.2013 entzog das OVG Schleswig dem Standort-Zwischenlager Brunsbüttel die Genehmigung. Viele Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland weisen noch geringere Sicherheitsstandards auf als das SZL Brunsbüttel. Der Artikel gibt einen Überblick über Standorte, Bauweisen und Sicherheitsprobleme der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle.

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Rubriken: Zwischenlagerung

11.10.2016

Belegung der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle

Stellplätze und tatsächliche Belegung der Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle.

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16.09.2016

Das Brunsbüttel-Urteil und seine Folgen

Nach neunjährigem Rechtsstreit entzog das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig dem Standortzwischenlager Brunsbüttel am 19.06.2013 wegen erheblicher Ermittlungs- und Bewertungsdefizite die Genehmigung. Anstatt Konsequenzen zu ziehen kamen Bund und Länder überein, dass es keine Sicherheitsdefizite gäbe. Das Land Schleswig-Holstein ordnete nicht nur die weitere Lagerung der bisher im SZL Brunsbüttel befindlichen neun Castoren an sondern will sogar die Einlagerung weiterer bestrahlter Brennelemente erlauben.

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05.09.2016

Sicherheit bleibt geheim

Beitrag von: Dirk Seifert, umweltfairaendern.de, aus: "Atommüll - Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland", September 2013

Die Richter am Oberverwaltungsgericht Schleswig brachten es auf ihre Weise auf einen Punkt: Dass immer mehr sicherheitsrelevante Fragen und Maßnahmen beim Betrieb von Atomanlagen aller Art unter Geheimhaltung gestellt werden, führe das Gericht in ein Dilemma.

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25.08.2016

Geschichte der Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle

Anfangs als Zwischenschritt zur Wiederaufarbeitung der abgebrannten Brennelemente geplant, ist die langfristige Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und hoch radioaktiver Abfälle in oberirdischen Castor-Lagern zum zentralen Baustein des Umgangs mit solchen Abfällen geworden. Neben den zentralen Zwischenlagern in Ahaus, Gorleben und Greifswald/Lubmin sind zwölf Lager an AKW-Standorten in Betrieb.

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Rubriken: Zwischenlagerung

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