Bestandsaufnahme Atommüll

Rostende Fässer in Brunsbüttel, ein so stark strahlender Reaktordruckbehälter in Jülich, dass ein eigenes Zwischenlager für ihn gebaut wurde, zahlreiche neue Zwischenlager mit ungewisser Betriebszeit, Altlasten des Uranabbaus von denen nur ein Bruchteil saniert wird, Hausmülldeponien auf denen „freigemessener“ Atommüll lagert... - Erst der konkrete  Blick auf jeden einzelnen Standort macht deutlich,

  • dass es riesige Atommüllmengen völlig ausgeblendet werden,
  • dass Müll schon längst ins Ausland verbracht wurde,
  • dass Schacht KONRAD das Problem der Endlagerung von Atommüll mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung weder qualitativ noch quantitativ lösen kann,
  • dass die radioaktiven Abfälle noch lange an den jetzigen Standorten verbleiben werden
  • dass sich an der Haltung der Verantwortlichen nichts geändert hat.

Wo ist der Müll? - Aktualisierte Bestandsaufnahme veröffentlicht

Rostende Atommüllfässer, Zwischenlager ohne Genehmigung, Endlager ohne Sicherheit - wir wollen wissen, wo Atommüll produziert worden ist oder produziert wird, wo er lagert, wohin er transportiert worden ist und welche Probleme es an den einzelnen Standorten gibt. Deshalb hat der Atommüllreport das Werk „Atommüll – Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland“ von 2013 aktualisiert und völlig überarbeitet. Mit der Erstellung der Bestandaufnahme übernehmen wir eine Aufgabe, die die eigentlich Verantwortlichen, die Anlagenbetreiber, der Staat und die Behörden versäumt haben. 

Buch 468 Seiten, Hardcover mit Beilage (Standorte-Plakat A 1, beidseitig bedruckt), 30.- Euro zzgl. 6,20 Euro Versandkosten (Portoerhöhung ab 1.1.25) innerhalb Deutschlands zu bestellen unter info@atommuellreport.de. Kontaktieren Sie uns gerne bezüglich der Versandkosten in andere Länder. 

Online-Seminar des Umweltinstituts München "Atommüll in Deutschland"

Am 5. Februar 2025 veranstaltete das Umweltinstitut München ein Online-Seminar zum Sorgenbericht. Gemeinsam mit der atompolitischen Expertin Ursula Schönberger stellte Dr. Hauke Doerk vom Umweltinstitut den neuen Atommüllreport vor. 

Die Aufzeichnung des Online-Seminars finden Sie auf dem YouTube Kanal des Umweltinstituts.

Warum die Aufzeichnung ansehen?

  • Informieren Sie sich über die aktuelle Situation und die politischen Forderungen.
  • Verfolgen Sie die interessante Diskussion zu eingebrachten Fragen.
  • Werden Sie fit für die Atommülldebatte – für eine nachhaltige Zukunft ohne Risiken für kommende Generationen.

Zur Seite des Umweltinstituts: "Atommüll in Deutschland: Besorgniserregende Zustände"

Presseresonanz auf den Sorgenbericht

Die Veröffentlichung des überarbeiteten Sorgenberichts führte zu einer erfreulichen Presseresonanz. Hier einige Beispiele:

Nukleare Verstrickungen: Warum wir radioaktive Kontamination translokal und transgenerational angehen müssen, Gastbeitrag von Ursula Schönberger auf Berliner Gazette.de

Nuclear Entanglements: Tackling Radioactive Contamination on a Trans-Local and Trans-Generational Basis, Gastbeitrag von Ursula Schönberger auf Berliner Gazette.de, Englisch

Atommüll forever, Artikel von Manfred Kriener in Le Monde diplomatique, Januar 2025, ©Le Monde diplomatique, Berlin: https://monde-diplomatique.de/
Teil 1, Antext auf der 1 Seite  
Teil 2

Erbe der Atomkraft: Bericht enthüllt chaotische Atommüll-Lagerung, Betrag von Joachim Wille, fr.de, 6.11.2024

Unsichere Atommüllkippen, rostende Fässer, ein Salzstock mit Atommüll, der droht abzusaufen: neuer Atommüllreport erschienen, Audiobeitrag im Audioportal Freier Radios, 14:04 min, 31.10.2024

Flickschusterei mit rostenden Atommüllfässern, Beitrag von Reimar Paul in der taz, 29.10.2024

Atommüllreport: besorgniserregende Zustände bei Atommülllagerung, sonnenseite.de, 29.10.2024

Atomkritiker legen aktuellen Atommüll-Report vor - Deutschland hat ein Atommüll-Problem, Audiobeitrag von Alice Thiel-Sonnen in SWR Wissen, 1:14 min, 28.10.2024

DPA-Meldung in verschiedenen Zeitungen, z.B. Süddeutsche Zeitung: Kernkraftgegner warnen vor Gefahren in Atom-Zwischenlagern, 28.10.2024