Atommüllreport: Länderbericht Ukraine

AKW Saporoshje By Ralf1969 - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7343361

In diesem Artikel wird die Schreibweise der Quelle 1 (BfE) verwendet, in Zitaten die dort verwendete Schreibweise. Bei der Beschreibung und Bewertung der aktuellen Lage muss in Ermangelung unabhängiger Expertise auf die Darstellung von BfS und BMUV zurückgegriffen werden.

aktualisiert 06.04.2022

Der Anteil der Ukraine an der Welt­uran­förderung betrug im Jahr 2020 2 Prozent. Trotz der Katastrophe von Tschernobyl 1986 setzt die Ukraine unvermindert auf die Nutzung der Atomenergie und plant seit Jahren mit unterschiedlichen Partnern den Bau neuer Atomkraftwerke. Die Brennelemente werden von Russland und den USA bezogen. Nach ihrem Einsatz werden sie entweder nach Russland zurückgebracht oder an den Standorten gelagert. In der Sperrzone von Tschernobyl befinden sich Zwischenlager für alle Arten radioaktiver Abfälle, Konditionierungseinrichtungen sowie zwei oberflächennahe Endlager.

Strukturen

Betreiber: 1996 wurden alle Atomkraftwerke unter dem Dach des neuen staatlichen Betreibers, der „National Nuclear Energy Generating Company Energoatom“ (NNAEK Energoatom) zusammengeschlossen. Energoatom ist zuständig für die Planung, den Bau und Betrieb sowie die Stilllegung von Kernkraftwerken. Betreiber des AKW Tscher­no­byl und Genehmigungsinhaber für die Stilllegung ist das Ministerium für Brennstoff und Energie der Ukraine. [1] Das Staatsunternehmen Radon betreibt diverse Zwi­schen­lager für Strahlungsquellen [2] und seit 2021 ein Lager für schwachradioaktive Abfälle aus der Industrie in der Sperrzone von Tschernobyl. [3]

Aufsicht: Die staatliche Aufsicht über kerntechnische Anlagen wird seit 2010 vom „State Nuclear Regulatory Inspectorate of Ukraine“ (SNRIU) ausgeübt. [1] Eigentlich soll die staatliche Atomaufsicht unabhängig sein. „Tatsächlich aber werden die dortigen Abteilungsleiter vom staatlichen Energoatom-Konzern ernannt. Dies führt dazu, dass die Aufsichtsbehörde de facto dem zu beaufsichtigenden Unternehmen untersteht. [2]]

Uranproduktion

Seit 1946 wird in der Ukraine Uran gefördert [4], seit 1961 auch mit dem in-situ-leaching-Verfahren, das zu den umweltschädlichsten Abbauverfahren gehört. Dabei werden im Gegensatz zum mechanischen unter- oder übertage Abbau Bohrlöcher in das uranhaltige Gestein eingebracht. Durch einige dieser Löcher wird eine aggressive Säure (häufig verdünnte Schwefelsäure) in die porösen Lagerstätten gepresst. Die Säure löst die Uranbestandteile aus dem Bergstock und wird über Bohrlöcher wieder herausgepumpt. Durch chemische Reaktionen wird das gelöste Uran als Salz ausgefällt und kann weiterverarbeitet werden. [5]

Die IAEA schätzt das Uranvorkommen auf 186.000 tU, davon 73.000 tU unterhalb von Förderkosten von 80 $/kgU (Stand 2020). [4] Die Fördermenge betrug im Jahr 2020 701 t Uran, das entspricht 2 Prozent der Weltförderung. [6] Gefördert wird das Uran vom staatlichen Vostochny Gorno-Obogatitel’niy Kombinat (VostGOK) und seit 2020 auch von dem privaten Unternehmen Nuclear Energy Systems of Ukraine LLC (NES). [4]

Es gibt diverse Altlasten der Uranförderung, besonders im Zusammenhang mit der Uranerzaufbereitung bei der Pridniprovsky Chemical Plant (PHZ) in Dnjeprodsershynsk, nahe des Dnjeprs. Diese Uranaufbereitungsanlage wurde von 1974 bis 1990 betrieben und ist inzwischen vollständig stillgelegt und abgebaut. [1] Was bleibt sind neun Absetzbecken (tailings) mit 42 Mio. t kontaminiertem Material und 4 x 1015 Bq, die in einem langfristigen Altlasten-Sanierungsprogramm saniert werden sollen. [4]

Atomkraftwerke

In der Ukraine sind 15 Atomreaktoren an 4 Standorten in Betrieb: Chmelnizki 1 und 2, Rowno 1 bis 4, Südukraine 1 bis 3 und Saporoshje 1 bis 6. Zwei Reaktoren am Standort Chmelnizki sind im Bau, die vier Reaktoren in Tschernobyl stillgelegt.

Alle laufenden Reaktoren sind WWER-Druckwasserreaktoren russischen Typs, die vier stillgelegten Reaktoren in Tschernobyl sind RBMK-Reaktoren, graphitmoderierte Sie­de­wasser-Druckröhrenreaktoren.

Die Atomkraftwerke werden vom staatlichen ukrainischen Energieversorger Energo­atom betrieben. Etwa die Hälfte des ukrainischen Strombedarfs wird mit Atomenergie gedeckt: [7]

Reaktor

Typ

Brutto-leistung

Baubeginn

1. Netz-synchronisation

Außer-betriebnahme

Tschernobyl-1

RBMK

  800 MW

01.03.1970

26.09.1977

30.11.1996

Tschernobyl-2

RBMK

1000 MW

01.02.1973

21.12.1978

11.10.1991

Rowno-1

WWER V-213

  420 MW

01.08.1973

22.12.1980

 

Rowno-2

WWER V-213

  415 MW

01.10.1973

22.12.1981

 

Tschernobyl-3

RBMK

1000 MW

01.03.1976

03.12.1981

15.12.2000

Südukraine-1

WWER V-301

1000 MW

01.08.1976

31.12.1982

 

Tschernobyl-4

RBMK

1000 MW

01.04.1979

22.12.1983

26.04.1986

Saporoshje-1

WWER V-320

1000 MW

01.04.1980

10.12.1984

 

Saporoshje-2

WWER V-320

1000 MW

01.01.1981

22.07.1985

 

Rowno-3

WWER V-320

1000 MW

01.02.1980

21.12.1986

 

Südukraine-2

WWER V-338

1000 MW

01.07.1981

06.01.1985

 

Chmelnizki-1

WWER V-320

1000 MW

01.11.1981

31.12.1987

 

Saporoshje-3

WWER V-320

1000 MW

01.04.1982

10.12.1986

 

Saporoshje-4

WWER V-320

1000 MW

01.04.1983

18.12.1987

 

Südukraine-3

WWER V-320

1000 MW

01.11.1984

20.09.1989

 

Chmelnizki-2

WWER V-320

1000 MW

01.02.1985

07.08.2004

 

Saporoshje-5

WWER V-320

1000 MW

01.11.1985

14.08.1989

 

Chmelnizki-3

WWER

1089 MW

01.03.1986

Im Bau

 

Saporoshje-6

WWER V-320

1000 MW

01.06.1986

19.10.1995

 

Rowno-4

WWER V-320

1000 MW

01.08.1986

10.10.2004

 

Chmelnizki-4

WWER

1089 MW

01.02.1987

Im Bau

 

1994 bescheinigte das Bundesumweltministerium, dass die ukrainischen Atom­kraft­werke wegen der desolaten Wirtschaftslage in der Ukraine unter Werkstoffproblemen, unzureichender Instrumentierung, unzureichendem Brandschutz und einem schlechten Erhaltungszustand sowie unter Schwächen in der Betriebsführung leiden. [8] Diese Probleme haben sich seitdem verschärft. Ursprünglich war die Laufzeit der Reaktoren auf 30 Jahre ausgelegt, es haben jedoch mehrere Laufzeitverlängerungen ohne entsprechende Nachrüstung stattgefunden. Aus finanziellen Gründen werden die störanfälligen Reaktoren nur in den dringendsten Fällen repariert und sind höchst störanfällig. Gleichzeitig wurde die Auslastung der Atomkraftwerke hochgefahren. [2]

Nach mehreren Störfällen kam es 2015 im AKW Saporoshje zu einem Druckabfall. Daraufhin wurden die Streitkräfte im Bezirk vorsorglich mit Schutzausrüstung gegen Strahlung und Chemikalien ausgerüstet. Am 16.07.2016 kam es im Block Chmelnizky-1 zu einem Druckaufbau im Primärkreislauf, zu einem Kühlmittelleck im Dampf­ge­ne­ra­tor und einem Druckabfall bei den Brennstoffpatronen. Die Regierung verheimlichte die Schwere des Vorfalls. In den Reaktorblöcken von Rowno gab es mehrfach Pro­ble­me mit dem Kühlsystem und auch die Reaktoren des AKW Südukraine weisen gefährliche Schwachstellen und Abweichungen von den Sicherheitsnormen auf. [2]

„Vor dem Hintergrund der politischen Wirren im ersten Halbjahr 2014 wandte sich das ukrainische Außenministerium mit offiziellen Briefen an die NATO, die Vereinigten Staaten und die EU, um Hilfe bei der Sicherung der nuklearen Anlagen zu erbitten. Mit Unterstützung der USA fand im Oktober 2017 eine Übung statt, um die kritische Infrastruktur des AKW Saporischschja zu schützen. Zur selben Zeit bat die Ukraine um ihre Aufnahme in das NATO-Exzellenzzentrum für Energiesicherheit. [2]

K2/R4

1995 schlossen die G-7-Staaten und die EU eine Vereinbarung mit der Ukraine, über die Stilllegung der Reaktoren Tschernobyl-2 und 3. Im Gegenzug sagten die G-7-Staaten und die EU finanzielle Unterstützung bei der Stilllegung der Tschernobyl-Reaktoren, der Modernisierung des ukrainischen Energiesektors und der Fer­tig­stellung der beiden Reaktoren Chmelnizki-2 und Rowno-4 (kurz K2/R4) zu. Gegen die Fertigstellung der beiden Reaktoren K2/R4 gab es massive Proteste u.a. aus Österreich und von deutschen Nichtregierungsorganisationen. Kritisiert wurde, dass die Reaktoren K2/R4 weder wirtschaftlich arbeiten noch die Sicherheitsstandards westlicher Staaten erfüllen könnten, selbst mit den geplanten Verbesserungen. [9] Trotzdem billigte die EU im Jahr 2000 einen Kredit über 585 Mio. US$ für die Fer­tig­stellung von K2/R4, davon 215 Mio. US$ von der Europäischen Entwicklungsbank EBRD [4], obwohl das Projekt nicht den Richtlinien der EBRD entsprach.

Ende November 2001 verzichtete die ukrainische Regierung überraschend auf die Kredite der EU, da sie die Bedingungen wie die Reformierung des Energiesektors und Stärkung der Atomaufsicht nicht erfüllen wollte. [10] 2004 wurden die beiden Blöcke in Betrieb genommen, fertiggestellt von einem Konsortium des französischen Un­ter­nehmens Framatome AP und der russischen Atomstroyexport, finanziert über lokale Quellen und Anleihen. Kurz zuvor waren von der EBRD 42 Mio. US$ und von EURATOM weitere 83 Mio. US$ für die sicherheitstechnische Nachrüstung der beiden Reaktoren zur Verfügung gestellt worden. [4]

Stellungnahme Österreichs zur Laufzeitverlängerung

Vom 21. Juni bis 30. Juli 2021 wurden im Rahmen der grenzüberschreitenden Beteiligung (Espoo Konvention) die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung für die Laufzeitverlängerung der Blöcke 3-6 das AKW Saporoshje und der Reaktoren des AKW Südukraine in Österreich öffentlich ausgelegt. Die Österreichische Regierung gab zu beiden Projekten eine Fachstellungsnahme ab. Fazit: Für alle betreffenden Reaktoren können schwere Unfälle mit Containmentversagen und Containment-Bypass mit deutlich höheren Freisetzungen als in den UVP-Unterlagen angenommen nicht ausgeschlossen werden. Solche Worst-Case Unfälle sollten in die Bewertung eingeschlossen werden, da ihre Auswirkungen weitreichend und lange anhaltend sein können und sogar Länder betroffen sein können, die wie Österreich nicht direkt an die Ukraine angrenzen. [11]

Des Weiteren kritisiert die Österreichische Regierung, dass sich die UVP-Unterlagen nicht mit den Sicherheitsdefiziten der WWER-1000 Reaktoren beschäftigen: "Dieser alte WWER-Reaktortyp weist einige Designdefizite auf, die durch Nachrüstmaßnahmen nicht behoben werden können. [...] Bereits 2011 zeigten jedoch die EU Stresstests, dass die ukrainischen KKW nur 172 der 194 Anforderungen der IAEO Design Safety Standards von 2000 erfüllen. Die Umsetzung der notwendigen Sicherheitsverbesserungen wird im Rahmen des laufenden Programms Comprehensive (Integrated) Safety Improvement
Program (C(I)SIP) vorgenommen. Der Abschluss des Programms wurde wiederholt verschoben. Mit Stand 31. März 2021 war noch eine große Zahl an Maßnahmen nicht umgesetzt. Trotz einiger Fortschritte ist das Programm im deutlichen Verzug. Unter dem Aspekt der Sicherheit ist nicht nachvollziehbar, wieso die Abschluss der Maßnahmen keine Voraussetzung für die Lebensdauerverlängerung darstellt. Aufgrund des veralteten Designs der WWER-1000 stehen keine effektiven Maßnahmen zur Verhinderung großer Freisetzungen nach einem Kernschmelzunfall zur Verfügung." [12] [13]

Allerdings wurden von der Ukrainischen Regierung die Genehmigungen für die Lebensdauerverlängerungen bereits vor Abschluss der grenzüberschreitenden UVP erteilt obwohl dies den Vorgaben der Espoo-Konvention widerspricht.

Zur aktuellen Lage (Stand 05.04.2022)

Tschernobyl: Am 09.03.2022 wurden nach der Einnahme durch das russische Militär die Anlagen am Standort von der Stromversorgung abgeschnitten. Laut ukrainischer Notfallschutz-Behörde funktionierte die Notstromversorgung. Am 14.03.2022 wurde laut IAEA die externe Stromversorgung wiederhergestellt. Zudem sind wie schon öfters in der Vergangenheit Waldbrände in der Sperrzone ausgebrochen. [14] Die Brände und vermutlich auch die Truppenbewegungen wirbeln radioaktive Stoffe auf.

"Ende März wurde eine weitere Einrichtung in Tschernobyl, rund 16 Kilometer vom Anlagengelände entfernt, beschädigt: Ein Labor zur Untersuchung der radiologischen Situation in der Sperrzone fiel Plünderungen zum Opfer. Dabei wurden technische Ausrüstung und wichtige Instrumente zerstört." [14]

Laut Angaben der ukrainischen Regierung haben sich die russischen Truppen aus Tschernobyl zurückgezogen und die Kontrolle über das AKW an das ukrainische Personal zurückgegeben. [14] Während die New York Post am 31. März vermeldete, dass mehrere Hunderte russischer Soldaten mit akuter Strahlenkrankheit aus dem gebiet um Tschernobyl nach Belarus gebracht worden seien [15] hält das BfS eine solche Kontamination für unwahrscheinlich. [14]

Saporoshje: Das Atomkraftwerk „steht unter russischer Kontrolle, wird aber weiterhin von ukrainischem Personal betrieben. Nachdem zwischenzeitlich nur noch ein Reaktor am Netz war, sind inzwischen wieder zwei Blöcke im Leistungsbetrieb. Die übrigen vier sind abgeschaltet. Mehrere Hochspannungsleitungen sind unterbrochen, die Strom­ver­sor­gung ist durch die verbliebenen Leitungen ausreichend gewährleistet. Nach Berichten ist ein Gebäude am Reaktorblock 1 beschädigt worden und die Radio­ak­ti­vi­tätsüber­wachung des Reaktors ist ausgefallen. Nach Angaben der IAEA befindet sich die Anlage grundsätzlich in einem sicheren Zustand. [14]

Bei einem Brand in einem Trainingszentrum auf dem Gelände des Kernkraftwerks am frühen Morgen des 4. März 2022 ist keine Radioaktivität ausgetreten. [14]

Berichte über eine Explosion von Munition nahe dem Kraftwerk am 14. März wurden der IAEA vom Betriebspersonal bestätigt. Demnach hatte das russische Militär nicht explodierte Munition gesprengt, die sich infolge zurückliegender Kampfhandlungen auf dem Betriebsgelände befand. Hinweise auf einen Austritt von Radioaktivität liegen nicht vor.“ [14]

„Nach dem russischen Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine am 4. März 2022 beobachten das BMUV und das Bundesamt für Strah­len­schutz (BfS) die Lage in der Ukraine und insbesondere rund um das Kernkraftwerk und informieren über relevante Entwicklungen. […] Alle radiologischen Messwerte be­we­gen sich weiterhin im normalen Bereich. […] Sollte das BMUV Hinweise haben, dass sich ein radiologischer Notfall mit erheblichen Auswirkungen in der Ukraine ereignet, würde das radiologische Lagezentrum des Bundes im BMUV die Lage bewerten, die Öffentlichkeit informieren und, soweit erforderlich, Ver­hal­tens­empfehlungen geben. [16]

Ausbaupläne

Im September 2021 unterzeichnete Energoatom mit dem US-amerikanischen Konzern Westinghouse eine Vereinbarung über den Neubau von vier AP1000 Reaktoren an bestehenden Standorten. Zuvor soll jedoch in einem Pilotprojekt der WWER-Reaktor Chmelnitzky-4 mit AP1000-Komponenten fertig gebaut werden. Auftragsvolumen für die fünf Reaktoren: 30 Mrd. Dollar, finanziert von der US-amerikanischen Eximbank. [4]

Darüber hinaus gibt es verschiedene Absichtserklärungen mit US-amerikanischen Firmen über den Bau von Small-Modular-Reaktoren. [4]

Stilllegung des AKW Tschernobyl

Die Blöcke 1-3 sollen bis 2028 in den Sicheren Einschluss überführt werden. Seit März 2015 werden anhand einer separaten Genehmigung die Arbeiten zur endgültigen Schließung und dem Sicheren Einschluss durchgeführt. [1]

Block 4: Am 29.11.2016 wurde der neue Sarkophag (New Safe Confinement NSC) nach vier Jahren Bauzeit über dem zerstörten Reaktor Tschernobyl-4 in seine Endposition gebracht. Er wurde über mehrere Jahre in der Nähe des strahlenden Re­ak­tor­kom­plexes gebaut. Mit Unterbau wurden 30.000 t Stahl und eine halbe Million Schraub­bolzen verbaut. Seine Fläche beträgt 86.000 Quadratmeter (entspricht zwölf Fuß­ball­plätzen). Der Stahlbogen ist 110 m hoch, 165 m lang und 257 m breit. Direkt über den Reaktor konnte diese neue Schutzhülle nicht montiert werden, da der alte Sarkophag brüchig ist und Radioaktivität entweicht. Schließlich wurde die mehr als 36.000 Tonnen schwere Konstruktion auf Spezialschienen zu dem etwa 330 Meter entfernten Reaktor geschoben (Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa zehn Metern pro Stunde). Der Sarkophag kostete ca. 2 Mrd. Euro und wurde mithilfe eines internationalen Kon­sor­tiums bestehend aus 40 Geberländern finanziert. Der dafür notwendige Finanztopf wird verwaltet von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). [17]

Der Sarkophag soll nun für die nächsten 100 Jahre den Austritt von Strahlen aus dem havarierten Kraftwerk verhindern. Schließlich befinden sich geschätzt noch ca. 95 Prozent des geschmolzenen Kernbrennstoffs vor Ort. [18]

Brennelemente

Die ukrainischen Atomkraftwerke beziehen ihre Brennelemente von TVEL (Russland) und Westinghouse (USA). Mitte 2021 bezogen bereits sechs der 15 ukrainischen Atom­kraft­werke Brennelemente aus der Brennelementherstellung von Westinghouse in Västeras (Schweden). [19]

Der v.a. politisch motivierte Einsatz amerikanischer Brennelemente in Reaktoren russischer Bauart, die dafür nicht ausgelegt sind, ist umstritten und führt zu Si­cher­heits­pro­ble­men. Nach einem Störfall im AKW Südukraine forderten Beschäftigte des Atomkraftwerks, den Einsatz US-amerikanischer Brennelemente zu verbieten, sie hatten aber keinen Erfolg. [2]

Seit 2009 gibt es Bestrebungen in Kooperation mit den USA, Frankreich oder Russland eine eigene Brennelementfabrik in der Ukraine aufzubauen, die jedoch aus diversen Gründen scheiterten. In einer Vereinbarung mit Westinghouse vom August 2021 wird auch der Bau einer solchen Fabrik erwähnt.

Forschungsreaktoren

Die Ukraine betreibt den Forschungsreaktor WWR-M im Kernforschungsinstitut der Akademie der Wissenschaften in Kiew (KINR), der bis 2023 betrieben werden soll. [1]

Der Ausbildungs- und Forschungsreaktor IR-100 und die kritische Anordnung Sph IR-100 befinden sich auf der Krim und damit inzwischen in russischer Hand.

Im Forschungszentrum Kharkiv befindet sich ebenfalls ein Forschungsreaktor, eine Neutronenquelle sowie eine Einrichtung für die Produktion von Radioisotopen für Medizin und Industrie.

Zur aktuellen Lage (Stand 05.04.2022)

Kiew: „Das Gelände des Instituts war mehrfach Ziel russischer Angriffe: Nach einem Beschuss am 6. März 2022 wurde es bei einem Angriff am 8. März 2022 getroffen sowie in der Nacht vom 10. auf den 11. März erneut angegriffen. Bei den Angriffen sind offenbar erhebliche Schäden am Gebäude entstanden.“ [14]

Kharkiv: „Die ukrainische Atomaufsicht SNRIU berichtet, dass nach vorläufigen Informationen des Betreibers das nukleare Forschungszentrum in der Stadt Kharkiv im Osten der Ukraine infolge einer Bombardierung beschädigt und vollständig von der En­er­gie­ver­sor­gung abgeschnitten sei. In den Gebäuden befindet sich eine Neutronenquelle. Nach aktuellem Kenntnisstand ist die Anlage bereits am 24. Februar 2022 in einen tief unterkritischen Zustand ("deep subcritical state") überführt worden. Bedingt durch ihre Konstruktion kann die Neutronenquelle aus diesem unterkritischen Zustand nicht in einen kritischen Zustand übergehen. Unterkritisch bedeutet, es kann zu keiner sich selbst aufrecht erhaltenden Kettenreaktion des nuklearen Brennstoffs kommen. Es ist also ausgeschlossen, dass es bei der Anlage zu größeren Freisetzungen von Ra­dio­aktivität kommen kann – selbst vor Ort und selbst im Falle eventueller weiterer Beschädigung. Begrenzte radiologische Folgen für die Bevölkerung in der Region lassen sich jedoch nicht ausschließen." [20]

Strahlenquellen

 

Ostukraine: In den Gebieten der Ostukraine, die schon seit Jahren von der ukrainischen Regierung nicht mehr kontrolliert werden, gibt es neben dem Zwischenlager in Donezk (s.u.) 1.200 ionisierende Strahlenquellen, 65 Einrichtungen, die solche Strahlenquellen benutzen sowie 142 Strahlenquellen in den Kohlebergwerken. „Zu den meisten dieser Strahlenquellen gibt es überhaupt keine Informationen. Im Juli 2015 fand die Nationale Sicherheitsagentur heraus, dass Aufständische in Luhansk mehrere Quellen ionisierender Strahlung aus den besetzten Kohlekraftwerken verkauft hatten. Im März 2016 fing die Nationale Sicherheitsagentur drei Quellen ionisierender Strahlung in Saporischschja ab, die angeblich durch die unkontrollierten Gebiete an der russisch-ukrainischen Grenze in die Ukraine gebracht worden waren.“ [2]

Zur aktuellen Lage (Stand 05.04.2022)

Mariupol: "Bei einem Angriff durch russische Granaten ist es am Regionalen Onkologiezentrum in Mariupol zu Schäden gekommen. In der dortigen Strahlentherapieabteilung befinden sich zwei hochradioaktive Strahlenquellen, über deren Zustand derzeit nichts bekannt ist." [14]

Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle

Die meisten der bestrahlten Brennelemente lagern vor Ort in Zwischenlagern. 2014 „enthüllten Journalisten, dass auf dem Gelände des AKW Saporischschja Metallfässer mit über 3000 verbrauchten nuklearen Brennelementen unter offenem Himmel lagern.“ [2]

In Saporoshje ist seit 2001 ein Lager für die trockene Langzeit-Zwischenlagerung (DSFSF) in Betrieb. Die Behälter im DSFSF sind nicht in einem Gebäude aufgestellt, sondern nur von einer Mauer umgeben. Im Rahmen der grenzüberschreitenden UVP-Beteiligung forderte die Österreichische Regierung, dass der Nachweis zu erbringen sei, dass diese Art von Trockenlager auch gegen externe Gefahren und Flugzeugabstürze ausgelegt ist. [12]

Die bestrahlten Brennelemente aus dem AKW Südukraine werden zur zwischenzeitlichen Lagerung und Wiederaufbereitung nach Russland transportiert. Es ist unklar, wie viele abgebrannte Brennelemente - auch vor der aktuellen Lage - noch nach Russland verbracht und wie viele davon im zentralen Zwischenlagers CSFSFgelagert werden sollen. werden. [13] Die Lagerung und Wiederaufarbeitung der Brennelemente in Russland kostet die Ukraine 200 Mio. US-Dollar/Jahr. [4]

In ihrer Energiestrategie von 2006 schlug die ukrainische Regierung den Bau eines zentralen Zwischenlagers CSFSF (centralised dry storage facility for spent fuel) in der Tschernobyl-Sperrzone vor. 2014 genehmigte die Regierung den Bau eines Zwi­schen­lagers auf 45 Hektar mit einer Kapazität für 16.350 bestrahlte Brennelemente, geschätzte Baukosten 460 Mio. US$. Im CSFSF sollen Brennelemente aus den AKW Rowno, Südukraine und Chemlnizki sowie verglaste Abfälle aus der Wie­der­auf­ar­bei­tung ukrainischer Brennelemente in Russland eingelagert werden, einige mit sehr hohem Abbrand und einer Wärmelast von 38 kW. Generalunternehmer ist die US-amerikanische Firma Holtec International. Der Transport der bestrahlten Brenn­elemente soll mit Holtec HI-STAR 190 Behältern durchgeführt und die Brennelemente vor Ort zur Lagerung in Holtec HI-STORM 190 umgelagert werden. Die Behälter werden von der ukrainischen Firma Turboatom hergestellt. Im Januar 2022 begann die kalte Testphase, die Transporte sollten im April 2022 beginnen. [4]

Seit 2016 lagern alle bestrahlten Brennelemente aus den RBMK-Reaktoren von Tschernobyl in einem Nasslager (ISF-1), ebenfalls in der Sperrzone um Tschernobyl. Daneben wurde ein Trockenlager errichtet (ISF-2) in das die Brennelemente aus dem ISF-1 bis 2030 umgelagert werden sollen. Dazu werden sie in einer Heißen Zelle getrocknet und in NUHOMS-Behälter des französischen Unternehmen Orano gepackt. Im ISF-2 sollen sie dann 100 Jahre zwischengelagert werden. Die Betriebsgenehmigung für das ISF-2 wurde im April 2021 erteilt. Das ISF-2 kostete 411 Mio. US$, finanziert vom EBRD Nuclear Savety Account. [4]

„Umweltschützer fürchten, dass die Ukraine später auch ausländischen Atommüll lagern wird, falls die Deponie zehn Kilometer vom stillgelegten Kraftwerk Tschernobyl gebaut werden sollte.“ Genährt wird diese Befürchtung durch die Geldnot der ukrainischen Regierung: „Auf dem Reißbrett wirken die Pläne beeindruckend, aber derzeit zahlt die Führung in Kiew nicht einmal die Gehälter der Angestellten rechtzeitig. Schon lange fragen sich Experten, wie das klamme Land seine milliardenteure Atombranche aufrechterhalten will.“ [3]

Zur aktuellen Lage (Stand 05.04.2022)

Der Standort Tschernobyl war bereits mehrfach vom öffentlichen Stromnetz ab­ge­schnit­ten. „In Tschernobyl lagern ungefähr 20.000 Brennelemente in einem Lager­becken. Selbst bei einem vollständigem Stromausfall besteht nach Einschätzung des BfS keine Gefahr einer sofortigen Freisetzung von radioaktiven Stoffen, da sich das Lager­becken aufgrund des hohen Alters der Brennelemente (mehr als 20 Jahre) nur langsam erwärmen würde. Selbst ohne jegliche Wasserkühlung wären die maximal möglichen Temperaturen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht hoch genug, um zu Schäden an den Brennelementen zu führen. Am 21. März 2022 konnte nach Angaben der IAEA nach fast vier Wochen erstmals wieder ein Schichtwechsel des Personals stattfinden. Zuvor war die Anlage seit Beginn der Besetzung von dem gleichen Personal betreut worden. Inzwischen haben sich die russischen Truppen aus Tschernobyl zurückgezogen (s.o.) [14]

Konditionierungsanlagen am Standort Tschernobyl

ICSRM: Industrial Complex for Slod Radwaste Management. Konditionierungsanlage, errichtet von NUKEM, Inbetriebnahme 2009. Konditionierung der festen, schwach und mittelradioaktiven Abfälle aus Betrieb und Stilllegung der Reaktorblöcke 1-3: Ver­bren­nung, Hochdruck-Kompaktierung, Zementierung und Verpackung. Außerdem wird in der Anlage hochradioaktiver sowie langlebiger fester Atommüll für eine separate Zwischenlagerung aussortiert. [4]

LRTPO: Liquid Waste Treatment Plant (LRTP): Konditionierung flüssiger schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, Umwandlung in einen festen Zustand, Verpackung in Container für Langzeit-Zwischenlagerung. Finanziert vom EBRD Nuclear Savety Account. [4]

Zwischenlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle

„In den ukrainischen Großstädten Kiew, Charkiw, Dnepropetrowsk, Donezk, Lwiw und Odessa sogenannte Radon-Lager betrieben. In diesen Lagern werden schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie zwischengelagert.“ [21]

„2015 löste die Explosion von Munition in der Nähe des Chemieunternehmens Donezk, die die nahegelegene Deponie für Strahlungsquellen hätte zerstören können, große Beunruhigung aus. Schon in den 2000er Jahren hatte eine Inspektion der Deponie ergeben, dass der Zementbunker, der den radioaktiven Abfall enthält, Risse hat. Inzwischen hat man begonnen, den Abfall neu einzusargen.“ [2]

Zur aktuellen Lage (Stand 05.04.2022)

Charkiw/Kharkov: Bereits am 26. Februar war in Charkiw ein Lager für radioaktive Abfälle der Firma "RADON" getroffen worden. Laut Bundesamt für Strahlenschutz wurden keine radioaktiven Stoffe freigesetzt. [14]

Kiew: In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2022 ist ein Lager für radioaktive Abfälle der Firma "RADON" in der ukrainischen Hauptstadt Kiew von Granaten getroffen worden. Nach Informationen der IAEA gab es keine sichtbaren Schäden. Informationen über erhöhte Messwerte lagen nicht vor. [14]

Endlagerung

Im Rahmen der Errichtung der Konditionierungsanlage in Tschernobyl hat die deutsche Firma NUKEM 2008 auch ein oberflächennahes Endlager für kurzlebige radioaktive Abfälle 17 km vom AKW Tschernobyl entfernt errichtet. „Als Abfallgebinde sind Betoncontainer für die konditionierten Festabfälle und 200-l-Fässer für die konditionierten Flüssigabfälle vorgesehen. Die Lagerkapazität ist für 55.000 m3 behandelten Abfall ausgelegt. Das Lager ist für eine radiologische Überwachung von 300 Jahren nach der Einlagerung ausgelegt. Danach ist die Radioaktivität der Abfälle soweit abgeklungen, dass keine Kontrolle mehr notwendig ist.“ [22]

Mit europäischer Hilfe errichtete das Staatsunternehmen Radon ein Lager für schwachradioaktive Abfälle aus der Industrie. Die Abfälle sollen einbetoniert werden. Die ersten 29 Container aus einem Charkower Kombinat wurden 2015 eingelagert. Auch dieses Lager ist für 300 Jahre ausgelegt, so dass die Frage nahe liegt, ob es sich hierbei um ein Zwischenlagerprojekt oder ebenfalls um ein Endlagerprojekt handeln soll. [23]

Nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde kontaminiertes Material am Rande diverser Ortschaften gelagert, oft ohne jegliche Dokumentation oder Absicherung. Die DMT hat im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Projekts „Remediation of Radioactive Waste Storage Sites Resulting from the Chernobyl Nuclear Power Plant Accident and Situated Outside the Exclusion Zone” ein Pilotprojekt zur Charakterisierung und Bergung der „endgelagerten“ Abfälle und zur Umlagerung in die Sperrzone durchgeführt. [24]

erstellt 25.03.2022, Ursula Schönberger, aktualisisert 06.04.2022

Quellen

[1] Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit: Stilllegung kerntechnischer Anlagen in Europa, August 2019

[2] Maxim Starchak: Atomrisiko Ukraine, in Internationale Politik Juli/August 2018, S. 47-53

[3] lr-online.de: Staatsgeheimnis Atommüll: Ukraine baut Zwischenlager in Tschernobyl, 24.04.2015, abgerufen am 15.03.2022

[4] World Nuclear Association: Nuclear Power in Ukraine (update March 2022), abgerufen am 19.03.2022

[5] Wiener Umwelt-Anwaltschaft: in-situ-Laugung, abgerufen am 20.03.2022

[6] World Nuclear Association: World Uranium Mining Production, abgerufen am 19.03.2022

[7] IAEA: Ukraine, abgerufen 19.03.2022

[8] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Die westliche Unterstützung zur Verbesserung der Sicherheit von Kernkraftwerken sowjetischer Bauart, Bericht 10.08.1994

[9] Weed: Kurz-Info: Hermesbürgschaft für neue Atomkraftwerke? 12.12.1999: Die Atomrekatoren k2/R4 in der Ukraine, abgerufen am 19.03.2022

[10] Greenpeace: Ukraine setzt weiter auf Atomkraft, 04.05.2013, in oekonews.de, abgerufen am 25.03.2022

[11] umweltbundesamt.at: UVP Ukraine KKW Lebensdauerverlängerung 2021, abgerufen am 06.04.2022

[12] Umweltbundesamt: NPP Zaporizhzhya Lifetime Extension EIA, Evironmental Impact Assessment - Expert Statement / Oda Becker, Kurt Decker, Gabriele Mraz, Wien 2021

[13] Umweltbundesamt: NPP South Ukraine Lifetime Extension EIA, Evironmental Impact Assessment - Expert Statement / Oda Becker, Kurt Decker, Gabriele Mraz, Wien 2021

[14] Bundesamt für Strahlenschutz: Lage in der Ukraine: Bewertung vom 22.03.2022, abgerufen am 06.04.2022

[15] Yaron Steinbuch: Russian troops withdrawn from Chernobyl with ‘acute radiation sickness’: report, New York Post 31.03.2022, abgerufen am 06.04.2022

[16] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: Nukleare Sicherheit in der Ukraine: Standort Saporischschje, 04.03.2022, abgerufen am 23.02.2022 

[17] Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: Tschernobyl – die Atomruine bekommt einen neuen Sarkophag, 22.11.2016, abgerufen am 23.02.2022

[18] Philipp Hummel: Die Grabstätte des Super-GAUs, spektrum.de 15.04.2016

[19] World Nuclear Association: A guide : Nuclear power in Ukraine, abgerufen am 19.03.2022

[20] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: Nukleare Sicherheit in der Ukraine: Forschungszentrum in Kharkiv, 11.03.2022, abgerufen am 23.03.2022

[21] Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS): Kernkraftwerke und sonstige Anlagen in der Ukraine, abgerufen am 23.02.2022

[22] Nuklearforum Schweiz: NUKEM stellt oberflächennahes Endlager in Tschernobyl fertig. 09.01.2008, abgerufen am 25.03.2022

[23] Staatsgeheimnis Atommüll: Ukraine baut Zwischenlager in Tschernobyl, Lausitzer Rundschau, 24.04.2015, abgerufen am 25.03.2022

[24] DMT GmbH & Co.KG: Sanierung ehemaliger Endlagerstandorte in der Ukraine, Präsentation März 2018, Essen