Forschungszentrum Garching

Foto: Maximilian Dörrbecker (Chumwa)

Forschungszentrum

Betreiber:

TU München

Eigentümer:

Freistaat Bayern

Bundesland:

Bayern

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG)

Umgebungs-
überwachung:

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

Unabhängige Messstelle:

Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) [1]

Reaktor in Betrieb:

Siehe Datenblatt FRM II

Stillgelegter Reaktor:

Siehe Datenblatt FRM

Zurückgebaute Reaktoren

 

SAR Garching

 

Reaktortyp:

Argonaut

Leistung, thermisch:

1 kW

Inbetriebnahme:

23.06.1959

Außerbetriebnahme:

31.10.1986

Rückbau:

20.03.1998: Aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen.

SUA München

 

Reaktortyp:

Schnelle unterkritische Anordnung

Leistung, thermisch:

< 1 Watt

Zweck:

Forschung für den Schnellen Brüter

Inbetriebnahme:

Juni 1959

Außerbetriebnahme:

Oktober 1968

Rückbau:

20.03.1998: Aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen

SUR-München

Siemens-Unterrichtsreaktor

Reaktortyp:

SUR-100, Unterrichtsreaktor mit Nulleistung, der Reaktorkern besteht aus auf ca. 20% angereichertem Uran

Leistung, thermisch:

Dauerleistung 0,1 W, Spitzenleistung 1 W

Zweck:

Unterricht für StudentInnen und Ausbildung für Reaktorpersonal

Inbetriebnahme

28.02.1962

Brennstoff:

Uranoxid mit einer Anreicherung von ca. 20% Uran-235

Besondere Gefahren:

Aufgrund der geringen Leistung ist bei den Unterrichtsreaktoren kein Kühlsystem vorhanden, und es findet auch praktisch kein Abbrand des Kernbrennstoffes statt.

Außerbetriebnahme:

10.08.1981

Rückbau:

20.03.1998: Aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen

Abfälle

 

Verbringung von Abfällen:

 

  1. An der TU München wird das Uran pyrolytisch zurückgewonnen. Nach Vermischung mit abgereichertem Uran werden die Brennstoffe aus den Unterrichtsreaktoren in Brennelementen von Atomkraftwerken eingesetzt. [2]
  2. Freimessung: fast alle Komponenten, auch die Borsäure

Weitere nukleare Einrichtungen auf dem Gelände

RCM

Institut für Radiochemie München

Die Radiochemie München (RCM) ist eine zentrale technisch-wissenschaftliche Betriebs­einheit der Technischen Universität München (TUM). Sie ging am 01.01.2011 aus dem Institut für Radiochemie München hervor.

Aufgaben:

  • Durchführung von angewandten Forschungs- und Entwicklungs-Projekten (FuE)
  • TUM-interne und TUM-externe radiochemische Dienstleistungen
  • Betrieb der RCM-Strahlenschutzbereiche und Erhalt der bestehenden Umgangsgenehmi­gungen einschließlich der erforderlichen Anlagensicherung und Sicherstellung des adminis­trativen Strahlenschutzes
  • Lagerung von radioaktiven Stoffen
  • Betrieb der Anlage zur Sammlung, Behandlung und Ableitung radioaktiver Abwässer [3]

Abfälle

 

Abfalllager:

Genehmigung nach §9 AtG, bzw. §3 StrlSchV (alt), Volumen ca. 22 m³ [4]

IAZ

Industrielles Anwenderzentrum [5]

Zusätzliches Gebäude, wird von der radiochemischen Industrie zur Herstellung von Radiopharmaka und Radioisotopen für Medizin und Industrie genutzt. Hauptmieter ist derzeit die Firma ITM Isotopen Technologien München.

Adressen

Betreiber: Technische Universität München ZWE FRM II, Lichtenbergstr. 1, 85747 Garching, Tel.: 089/289-14965, Fax: 089/289-14995, mlz(at)mlz-garchings.de, www.mlz-garching.de

Behörden:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), Rosenavalierplatz 2, 81925 München, Postanschrift: Postfach 810140, 81901 München, Tel.: 089 / 9124-00, Fax: 089 / 9124-2266, poststelle(at)stmuv.byern.de, www.stmuv.bayern.de

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg, Postanschrift: 86177 Augsburg, Tel.: 0821 / 9071-0, Fax: 0821 / 9071-5556, poststelle(at)lfu.bayern.de, www.lfu.bayern.de

KritikerInnen:

Bürger gegen Atomreaktor Garching e. V., Danziger Straße 19, 85748 Garching Tel. 089/3203021, Fax 089/3262344, buerger-gegen-atomreaktor(at)frm2.de, www.frm2.de

Umweltinstitut München e.V., Landwehrstr. 64 a, 80336 München, Tel.: 089/30 77 49-0, Fax: 089/30 77 49-20, radioaktivitaet(at)umweltinstitut.org 

Quellen

[1] lfu.bayern.de: Welche Anlagen werden überwacht?

[2] Bundesamt für Strahlenschutz: "Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2012", Juli 2013

[3] rcm.tum.de: Radiochemie München

[4] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Gemeinsames Übereinkommen über die Sicherheit und Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle – Bericht der Bundesrepublik Deutschland für die vierte Überprüfungskonferenz im Mai 2012“

[5] frm2.tum.de: Industrielles Anwenderzentrum bereit für Hightech-Unternehmen