Heiße Zellen (HZ) Karlsruhe

Foto: Karlsruher Institut für Technologie

Anlage

                                      

Name der Anlage:

Heiße Zellen (HZ) Karlsruhe

Bundesland:

Baden-Württemberg

Betreiber:

Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE) [1]

2017: Umfirmierung der WAK GmbH zur KTE
2009 - 2017: Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Rückbau und Entsorgungs-GmbH (WAK GmbH)
1995 - 2009: Forschungszentrum Karlsruhe - Technik und Umwelt (FZK)
1978 - 1995: Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK)
bis 1978 Gesellschaft für Kernforschung mbH (GfK)

Gesellschafter:

Entsorgungswerk für Nuklearanlagen (EWN) GmbH

Die privatwirtschaftlich geführte EWN GmbH ist zu 100% im Besitz des Bundesministeriums für Finanzen.

2006 übernahm die EWN GmbH die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Betriebsgesellschaft mbH (WAKB mbH). Mitte 2009 wurden die Bauabschnitte 1 und 2 der Heißen Zellen, die zurückgebaut werden sollen, vom Forschungszentrum Karlsruhe abgespalten und auf die WAK GmbH - heute KTE - übertragen. [2]

Der 3. Bauabschnitt der Heißen Zellen wird als Fusionsmateriallabor vom KIT weiter betrieben.

MitarbeiterInnen:

KTE gesamt 650 [1]

Zweck:

Die Heißen Zellen (HZ) dienten der Untersuchung von in Reaktoren bestrahlten Materialien, Brennelementen, Brennelementprüflingen und Strukturmaterialien. Kernstück der Anlage waren fünf Betonzellen, die durch verschiedene Bleizellen ergänzt wurden. Die Zellen waren mit Bleiglasfenstern, Handmanipulatoren, Schwerlastmanipulatoren und verschiedenen Schleuseinrichtungen ausgestattet.

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM)

Umgebungs-
überwachung:

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)

Stilllegung

 

Genehmigungen:

21.12.2009: Genehmigung für den Rückbau der Bauabschnitte 1 und 2 [3]

Rückbau:

Die Zelleninnenräume müssen zunächst fernhantiert dekontaminiert werden, um die dort vorhandenen Dosisleistungen soweit zu reduzieren, dass manuelle Arbeiten in den Zellen möglich sind. Zur Begehung der Betonzellen wurden Personenschleusen mit Atemluftversorgung installiert. Für das Ausschleusen der Zelleneinbauten sowie für den Rückbau der Stahlauskleidungen in den Zellen wurde in der darüberliegenden Kranhalle ein Rückbaucaisson errichtet. Zum Ausbau der Bleiglasfenster und Zugangsstopfen werden zusätzliche Einhausungen errichtet.

Eine große Herausforderung besteht darin, dass die insgesamt fünf Zellen "sehr unterschiedliche radiologische Belastungen aufweisen und die Mitarbeiter vor Ort in den engen Räumen immer mit Hotspots rechnen müssen". [4]

Oktober 2016: Um erste konkrete Erfahrungen zu sammeln, wurde mit dem Rückbau von der am wenigsten belasteten Zelle 5 begonnen. Es folgten soweit möglich fernhantierte Dekontaminationen und anschließend Demontagen in den Zellen 3 und 4.

Dezember 2018: Manuelle Restdemontagen in Zelle 4 können beginnen.

Nach der Demontage aller Einrichtungen und der Freimessung der Baustruktur soll der konventionelle Abriss des Gebäudes und des Fortluftkamins erfolgen.

Abfälle

 

Verbringung von Abfällen:

  1. KTE Betriebsteil Entsorgung: Die weiteren Betriebs- und Abrissabfälle der KTE werden im Betriebsteil Entsorgung auf dem Gelände des KIT Campus Nord gelagert.

Transporte

  • zur Anlage

Rohabfälle zu KTE - Betriebsteil Entsorgung

  •  von der Anlage

derzeit keine

  • Gleisanschluss:

vorhanden

Adressen

Betreiber:

Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE), Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, Postanschrift: Postfach 1263, 76339 Eggenstein-Leopoldshafen, Tel.: 07247 / 88-0, Fax: 07247 / 4755, kontakt(at)kte-karlsruhe.de www.kte-karlsruhe.de

Behörden:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Kernerplatz 9, 70182 Stuttgart, Postfach 103439, 70029 Stuttgart, Tel.:0711 / 126-0, Fax: 0711 / 126-2881, poststelle(at)um.bwl.de www.um.baden-wuerttemberg.de

Kritiker*innen:

Anti-Atom-Initiative Karlsruhe, info(at)anti-atom-ini-karlsruhe.de, www.philippsburg-abschalten.de/anti-atom-ini-karlsruhe

A.T.O.M. AG, www.antiatomkarlsruhe.blogsport.de

BUND OV Karlsruhe, Waldhornstraße 25, 76131 Karlsruhe, Tel.: 0721-358582, Fax: 0721 / 358587, bund.karlsruhe(at)bund.net karlsruhe.bund.net

Quellen

[1] kte-karlsruhe.de: Über uns

[2] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Gemeinsames Übereinkommen über die Sicherheit und Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle – Bericht der Bundesrepublik Deutschland für die vierte Überprüfungskonferenz im Mai 2012“, S.185f.

[3] Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: "Genehmigung K 133/2010 Dekontamination und Abbau von kontaminierten Anlagenteilen der Heiße Zellen", Stuttgart, 06.12.2010

[4] kte-karlsruhe.de: Heiße Zellen, abgerufen am 13.9.2019