Landessammelstelle Hessen

Anlage

 

Name der Anlage:

Landessammelstelle Hessen

Bundesland:

Hessen

Betreiber:

Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, HLUG

Inbetriebnahme:

1967, Modernisierung und Ausbau 1992 bis 1996

Genehmigung:

Genehmigung nach § 3 StrlSchV und § 6 AtG

Volumen 400 m³ (ca. 1.500 200-l-Fässer) [1]

besondere Gefahren:

Mehrere Lagerbehälter mit Atommüll hätten in der Vergangenheit Korrosionsschäden aufgewiesen, heißt es Ende 2014 in einer NDR-Reportage. [1b] Diese wurden in sog. "Overpacks" verpackt. Rund 10 eingeschlossene Fässer lagern in der Landessammelstelle. [1c]

Stilllegung

 

Befristung:

Unbefristete Betriebsgenehmigung

Abfälle

Es handelt sich um schwach- und mittelaktive Feststoffe aus ganz Hessen, zum Teil lose in Fässer gefüllt, zum Teil in gepresster Form. [1d]

  Für Konditionierungsmaßnahmen hat das Land Hessen mit der Kerntechnischen Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE GmbH) einen Konditionierungsvertrag abgeschlossen. [1a]

Inventar (Stand 31.12.2017):

  • Rohabfälle und vorbehandelte Abfälle: Mischabfälle 136,9 t
  • Konditionierte Abfälle: 200-l-Fässer: 303 (82 m³) [2]

Es ist ausreichend Lagerkapazität vorhanden, bis die Abfälle an ein „Bundesendlager“ (geplant Schacht KONRAD) abgegeben werden können. Nach vollständiger Abgabe der zwischengelagerten Abfälle soll der Weiterbetrieb der Landessammelstelle neu überdacht werden. [3]

Verbringung von Abfällen:

  1. Morsleben: 38 m3 [4]

Transporte
 

 
  • zur Anlage:

Strahlenquellen, teilkonditionierte und konditionierte Abfälle

  • von der Anlage:
Strahlenquellen, teilkonditionierte und konditionierte Abfälle
  • Gleisanschluss:
nicht vorhanden

Adressen

 
Betreiber: Landessammelstellen für radioaktive Abfälle
Forst Roßberg, 35085 Ebsdorfergrund
Behörde: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
https://umwelt.hessen.de

Quellen

[1] umwelt.hessen.de: Landessammelstelle Hessen

[1a] Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: Landessammelstelle Hessen

[1b] NDR-Panorama - Beschädigte Atommüllfässer an 17 Standorten, 18.11.2014

[1c] op-marburg.de: Knapp 40 Atommüll-Fässer in Hessen gesichert, 18.11.2014

[1d] op-marburg.de: „Zeigen, dass wir verantwortungsvoll arbeiten“, 29.11.2014

[2] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Verzeichnis radioaktiver Abfälle – Bestand zum 31. Dezember 2017 und Prognose“, August 2018

[3] Hessischer Landtag, Antwort auf die Kleine Anfrage (SPD): „Sicherheit der Landessammelstelle für schwachradioaktive Abfälle im Roßberger Forst, Gemeinde Ebsdorfergrund, Teil 2“, Drucksache 18/4416, 17.10.2011

[4] Deutscher Bundestag: Antwort auf die schriftliche Anfrage der Abgeordneten Lötzer, Drucksache 17/14270, 28.06.2013, S. 62 ff.