LasmA Brunsbüttel

Anlage

 

Name der Anlage:

Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Brunsbüttel (LasmA)

Bundesland:

Schleswig-Holstein

Betreiber:

Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co KG

Gesellschafter:

Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (66,6%), E.ON Kernkraft GmbH (33,3%)

Bauweise:

Lagerhalle: L x B x H = 116,5 m x 48,5 m x 18 m

Bodenplatte 1,5 m, Außenwände ca. 85 cm, Stahlbeton-Decke 95 cm.

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) für die Umgangsgenehmigung nach § 7 StrlSchV

Bauamt der Stadt Brunsbüttel für die Baugenehmigung

Antrag:

05.05.2014 Antrag auf Umgang mit radioaktiven Abfällen nach § 7 StrlSchV [1] 

07.07.2014: Bauantrag [2] 

Genehmigung:

Baugenehmigung erteilt, Umgangsgenehmigung steht noch aus. Allerdings wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung vom MELUND bereits positiv beschieden. [3]

Stilllegung

 

Befristung

Keine Befristung beantragt

Abfälle

 

Inventar beantragt:

Umgang mit radioaktiven Stoffen mit einem Aktivitätsinventar von bis zu 5 x 1017 Bq für:

  • Abfälle aus dem Betrieb, dem Restbetrieb und dem Abbau am Standort Brunsbüttel, einschließlich der in den Stauräumen, z.b. den Kavern gelagerten Reststoffe und Abfälle
  • Abfälle und Reststoffe aus den Transportbereitstellungshallen I und II; hierin eingeschlossen sind die für die Betriebsabfälle des AKW Krümmel bereits genehmigten Kapazitäten
  • Bereits am Standort aufbewahrte Abfälle aus der Anlage Mol (Belgien)
  • Großkomponenten
  • sonstige radioaktive Abfälle, die beim Betrieb des LasmA, der Transportbereitstellungshallen und des Standortzwischenlagers anfallen und weitere Abfälle des Standortes Brunsbüttel, die aus dem Betrieb und dem Abbau der dort vorhandenen Einrichtungen herrühren
  • Prüfstrahler

"in weitgehend endlagergerecht verpackten Gebinden"

  • sowie Abklinglagerung in umschlossenen Behältnissen bis zur Freigabe

Der Betreiber rechnet mit 6.000 m³ Abfällen allein aus dem Rückbau des AKW Brunsbüttel. [4]

Luftführung und Klimatisierung:

Lüftungsanlage als Umluftanlage mit einem variablen Außenluftvolumenstrom. Die Außenluft wird vor ihrem Eintritt in das Lagergebäude aufbereitet um den Eintrag von Luftfeuchte und Fremdkörpern (z.B. Staub) zu begrenzen. [4]

Inspektionen:

Eine messtechnische Überwachung von gasförmigen oder flüchtigen Radionukliden ist nicht vorgesehen. Die Überwachung der Gebinde soll auf Basis von Messroutinen des Strahlenschutzes erfolgen. [4]

Transporte

 

zur Anlage:

Abfälle vom AKW Krümmel, extern konditionierte schwach- und mittelradioaktive Abfälle

von der Anlage:

Radioaktive Rohabfälle, teilkonditionierte radioaktive Abfälle zur externen Konditionierung

Gleisanschluss:

Vorhanden

Adressen

 

Betreiber:

Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co OHG
Postfach 1227, 25535 Brunsbüttel

Behörden:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND)
Mercatorstraße 3, 24106 Kiel
Tel.: 0431 / 988-0, Fax: 0431 / 988-7239
internetredaktion(at)melund.landsh.de
www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/v_node.html

KritikerInnen:

Brokdorf akut, c/o Karsten Hinrichsen
Dorfstraße 15, 25576 Brokdorf
info@brokdorf-akut.de

Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg
antiatompinneberg@googlemail.com
www.anti-atom-initiative.de

Kieler Initiative gegen Atomanlagen
Friedenswerkstatt Kiel
Exerzierplatz 19, 24103 Kiel
http://www.bi-kiel.blogspot.de/

Quellen

[1] Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co KG: Antrag auf Genehmigung nach § 7 Strahlenschutzverordnung zum Umgang mit radioaktiven Stoffen in einem neu zu errichtenden Lager für radioaktive Abfälle und Reststoffe, 05.05.2014

[2] Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co KG: Bauantrag für ein Lager für radioaktive Abfälle und Reststoffe, 07.07.2014

[3] Schleswig-Holstein Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung: Stellungnahme des MELUND zur Erteilung der Baugenehmigung für das LasmA, 28.01.2019

[4] NUKEM Technologies: LasmA – Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Standort Brunsbüttel – Sicherheitsbericht, Februar 2015