REBEKA Jülich

Anlage

 

Name der Anlage:

REBEKA – Reststoffbehandlungs- und Abfallkonditionierungsanlage

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen

Betreiber:

Gesellschaft für Nuklearservice mbH (GNS) und Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Standort:

Auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich

Geschäftsfelder der GNS am Standort Jülich:

Konditionierung fester und flüssiger radioaktiver Abfälle, Zwischenlagerung [1]

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Bezirksregierung Köln

Genehmigung:

Genehmigung nach §3 StrlSchV (alt) und §9 AtG, 2.430 m³, auf dem Gelände des Forschungszentrums

2007: Bau einer Container-Halle: Lagerung von 20''-Containern und hochdruckverpressten Abfällen in Stahlblechcontainern (KONRAD-Container) ohne Umverpackung vierfach gestapelt. [2]

2013 Erweiterung (eigenständiger Anbau 500m²) um automatische Fassmessanlage (FAME) und einen Caisson samt Verfülleinrichtung. [3]

Inbetriebnahme:

1992 [4]

Konditionierungs-
anlagen:

  • Trocknungsanlage PETRA: Trocknung von radioaktiven Abfällen in 200-l-Fässern, 280-l-Fässern oder 400-l-Fässern
  • Hochdruck-Hydraulikpresse FAKIR: Hochdruckverpressung von Abfällen mit Hilfe von Blechkartuschen oder 200-l-Fässern zu Presslingen, Volumenreduzierung bis Faktor 10 [5]

Erweiterungen:

  • Trocknungsanlage TAJ: Trocknung von Schlämmen, Dekontabwässern und Verdampferkonzentraten, Trocknung von 100 m³ Flüssigabfällen/a
  • FAME – automatische Fassmessanlage und Verfülleinrichtung für Container (2.000 m³/a)
  • Caisson inklusive Verfülleinrichtung [3]

Besondere Gefahren:

Die Freigabe führt zu einer unkontrollierten Verbreitung radioaktiver Stoffe in Dingen des täglichen Umgangs sowie zur Konzentration strahlender Materialien auf Hausmülldeponien.

Stilllegung

 

Befristung:

Unbefristete Betriebsgenehmigung

Abfälle

 

Inventar:

Stand 31.12.2014 [6]

Rohabfälle und vorbehandelte Abfälle

  • Feste Abfälle, anorganisch: 153,5 t
  • Feste Abfälle, organisch: 18,1 t
  • Flüssige Abfälle, anorganisch: 1,1 t
  • Flüssige Abfälle, organisch: 0,5 t
  • Mischabfälle: 7,4 t
  • Strahlungsquellen: 1,4 t

Konditionierte Abfälle

  • 200-l-Fässer: 1.386 (374 m³)
  • 280-l-Fässer: 2 (1 m³)
  • 400-l-Fässer: 3 (2 m³)
  • Sonstiges: 3 (2 m³)

Abfälle in Endlagergebinden

  • Betonbehälter Typ II: 1 (1 m³)
  • Container Typ V: 81 (883 m³)

Transporte

 

  • Zur GNS Jülich:

Rohabfälle und vorkonditionierte Abfälle zur Konditionierung

  • Von der GNS Jülich

Konditionierte Abfälle

  • Gleisanschluss:

Vorhanden

Adressen

 

Betreiber:

GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH im Forschungszentrum Jülich, Stetternicher Forst, 52428 Jülich

Behörden:

Bezirksregierung Köln, 50606 Köln, Tel.: 0221 / 147-0, Fax: 0221 / 147-3185, poststelle@bezreg-koeln.nrw.de,  www.bezreg-koeln.nrw.de

KritikerInnen:

AntiAtom-Bündnis Niederrhein, www.antiatom-buendnis-niederrhein.de

Quellen

[1] GNS - Power Point Besuch und Vorstellung der GNS-Betriebsstätte Duisburg, 25.02.2013

[2] GNS-Unternehmensmagazin Ausgabe 2 – März 2008, S.23

[3] GNS-Unternehmensmagazin Ausgabe 6 – November 2013, S.14

[4] http://www.gns.de/language=de/13178/historie

[5] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Gemeinsames Übereinkommen über die Sicherheit und Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle – Bericht der Bundesrepublik Deutschland für die vierte Überprüfungskonferenz im Mai 2012“

[6] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Verzeichnis radioaktiver Abfälle – Bestand zum 31. Dezember 2014 und Prognose“, August 2015