SAL Philippsburg

Anlage

                                      

Name der Anlage:

SAL-P Standortabfalllager Philippsburg

Bundesland:

Baden-Württemberg

Betreiber:

BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH

Infolge des Entsorgungsübergangsgesetzes vom 27.01.2017 wurde das Zwischenlager am 01.01.2020 auf die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH übertragen. Die BGZ ist ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, das zu 100 % im Besitz des Bundes ist. [1] Die BGZ ist eine Ausgründung der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). [2]

Bis 31.12.2019: EnBW Kernkraft GmbH (EnKK)

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)

Umgebungs-überwachung:

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)

Lage:

Auf dem jetzigen Kraftwerksgelände.

Genehmigung:

03.06.2014: Antrag auf Umgangsgenehmigung nach § 7 StrlSchV beim UM.

31.10.2014: EnBW legt eine Erheblichkeitsstudie vor, die besagt, dass vom RBZ-P keine erheblichen Umweltauswirkungen ausgehen würden und damit eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren nicht erforderlich sei. [3] Dies wurde vom Öko-Institut bestätigt. [4]

Februar 2016: Baugenehmigung durch das Landratsamt Karlsruhe. [3]

17.12.2018: Alle nötigen Genehmigungen zum Umgang mit radioaktiven Stoffen wurden erteilt. Die Inbetriebnahme war für Ende 2019 angekündigt. [5]

Die Genehmigungen für die RBZ- und SAL-Anlagen "verstoßen gegen das Minimierungsgebot des Strahlenschutzes, gegen das Verursacherprinzip und gegen das Vorsorgeprinzip, sie sind deshalb abzulehnen", heißt es von Kritiker*innen. [6]

Ende November 2019: Standortabfalllager und Reststoffbearbeitungszentrum sollen "Mitte 2020 in Betrieb gehen". [7]

Besondere Gefahren:

Die neue Anlage wird viele Jahre bis Jahrzehnte am Standort verbleiben.

Inbetriebnahme:

EnBW gab 2-2,5 Jahre Bauzeit vor, Inbetriebnahme sollte Ende 2019 stattfinden. Anfang 2020: "Im Jahr 2020 ist die Betriebsbereitschaft der Einrichtungen vorgesehen." [3]

Abfälle

 

Inventar:

Das SAL-P soll über eine Lagerkapazität von 15.000 m³ verfügen. [3]

Gleisanschluss:

Vorhanden

Adressen

 

Betreiber:

BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Frohnhauser Straße 67
45127 Essen
Telefon 0201 2796-0
Webseite: https://bgz.de E-Mail: info@bgz.de

Behörden:

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)
Wegelystraße 8, 10623 Berlin
Telefon +49 (0)3018 767676 5000
www.base.bund.de, info@base.bund.de

LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Postfach 10 01 63, 76231 Karlsruhe, Tel.: 0721 / 5600-0, Fax: 0721 / 5600-1456, poststelle(at)lubw.bwl.de, www.lubw.baden-wuerttemberg.de

KritikerInnen:

Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen, mail@atomausstieg-sofort.de, www.atomausstieg-sofort.de und www.philippsburg-abschalten.de

Arbeitskreis gegen das AKW Philippsburg, antiatom(at)t-online.de

BUND Regionalverband Mittlerer Neckar, BUND-Ökozentrum, Waldhornstraße 25, 76131 Karlsruhe, Tel. 0721 / 358582, Fax 0721 / 358587, bund.mittlerer-oberrhein@bund.net, www.bund-mittlerer-oberrhein.de

Quellen

 

[1] Gesetz zur Regelung des Übergangs der Finanzierungs- und Handlungspflichten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle der Betreiber von Kernkraftwerken (Entsorgungsübergangsgesetz - EntsorgÜbG), 27.01.2017

[2] Gesellschaft für Nuklearservice: Unternehmensmagazin Ausgabe 9-11/2016

[3] Dr. Ing. Frank Dröscher: "Errichtung und Betrieb des Reststoffbearbeitungszentrums Philippsburg (RBZ-P) - Vorprüfung des Einzelfalls nach § 3c UVPG Umwelterheblichkeitsstudie (UES)", 12.10.2014

[2] Öko-Institut: Stellungnahme zur allgemeinen Vorprüfung der Umweltverträglichkeit des Standort-Abfalllagers am Standort Philippsburg, 31.03.2015

[3] enbw.com: Rückbau braucht Infrastruktur - Reststoffbearbeitungszentrum und Standort-Abfalllager

[4] Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Genehmigungsbescheid für das Kernkraftwerk Philippsburg, Block 1 (KKP 1) der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK), Stilllegungs- und erste Abbaugenehmigung (1. SAG), 07.04.2017

[5] SWR, 7.8.2019: Im Zeitplan: Rückbau vom AKW Neckarwestheim

[6] AG AtomErbe Neckarwestheim: Presse-Mitteilung 17.12.2018

[7] stimme.de, 30.11.2019 - GKN: Große Verspätung bei Rückbau-Anlagen