Siemens Karlstein - Konditionierung und Zwischenlager

Anlage

 

Name:

Siemens, Karlstein – Konditionierung und Zwischenlager

Bundesland:                         

Bayern

Betreiber:

Siemens AG, Energy Sector

Eigentümer:

Siemens AG

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Wirtschaft (WM)

Umgebungs- überwachung:

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

  • Unabhängige Messstelle:
  • Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) [1]

Genehmigung:

1999, Lagerung in Gebäude 38

Unbefristete Genehmigung nach §9 AtG und §3 StrlSchV (alt) für 4.800 m3; 2.130 m3 nach §9 AtG und 2.670 m3 nach §3 StrlSchV (alt) für Betriebsabfälle und Abfälle aus dem Rückbau [2]

Konditionierung:

Zementierung: Befüllen von Containern mit Bauschutt und Zementierung von Containern und Abfällen in Fässern [3]

Besondere Gefahren:

Es gibt Hinweise, dass der Betreiber Siemens nicht genau weiß, was in zwei Containern auf dem Gelände gelagert ist. [4]

Stilllegung

 

Befristung:

Unbefristete Betriebsgenehmigung für Konditionierung und Zwischenlagerung [5]

Kosten / Haftung: 2019: Nachdem die AKW-Betreiber durch die Einmalzahlung in den Atommüllfonds aus der Haftung für den Atommüll entlassen wurden, versucht auch Siemens die Verantwortung auf den Staat zu verschieben. "Eine Regelung für die bislang nicht berücksichtigten industriellen Endablieferer wäre wünschenswert, um mehr Rechts- und Planungssicherheit zu bekommen". Es seien dazu schon Gespräche mit den zuständigen Bundesministerien geführt worden. [5a]
Entsorgungs-Rückstellungen: Im Siemens-Geschäftsbericht 2019 ist von 710 Millionen Euro Rückstellungen bis in die 2060er-Jahre die Rede. [5a]

Abfälle

 

Inventar (31.12.2017): [5]

Rohabfälle und vorbehandelte Abfälle

  • Feste Abfälle, organisch: 0,3 t

Konditionierte Abfälle:

  • Gussbehälter Typ II: 4 (5 m³)

Abfälle in Endlagergebinden:

  • Container Typ III: 35 (305 m³)
  • Container Typ IV: 143 (1.021 m³)
  • Container Typ VI: 237 (1.280 m³)

Transporte

 

  • Zur Anlage:

Bei externen Konditionierern behandelte Abfälle (z.B.) Verbrennungsrückstände [6]

  • Von der Anlage:

Rohabfälle oder vorbehandelte Abfälle zur externen Konditionierung

Adressen

 

Betreiber:

Siemens AG Energieerzeugung, Seligenstädter Str. 100, 63791 Karlstein am Main, Tel.: 06188 / 7800

Behörden:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Rosenkavalierplatz 2, 81925 München, Tel.: 089 /  9214-00, Fax: 089 / 9214-2266, poststelle@stmuv.bayern.de, www.stmuv.bayern.de

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg, Tel.: 08 21/ 9071-0, Fax: 08 21/ 9071-5556, poststelle(at)lfu.bayern.de, http://www.lfu.bayern.de

KritikerInnen:

Bund Naturschutz KG Aschaffenburg, Danziger Straße 1, 63739 Aschaffenburg, Tel.: 06021 / 24994, Fax.: 06021 / 29872,  aschaffenburg@bund-naturschutz.de, www.aschaffenburg.bund-naturschutz.de

Quellen

[1] lfu.bayern.de - welche Anlagen werden überwacht

[2] Entsorgungskommission (ESK): „Stresstest für Anlagen und Einrichtungen der Ver- und Entsorgung in Deutschland“ revidierte Fassung, 18.10.2013

[3] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Gemeinsames Übereinkommen über die Sicherheit und Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle – Bericht der Bundesrepublik Deutschland für die fünfte Überprüfungskonferenz im Mai 2015“

[4] Grüne Aschaffenburg: „Resolution zum Schmelzofen am atomaren Zwischenlager in Karlstein am Main“, 12.02.2014

[5] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Verzeichnis radioaktiver Abfälle – Bestand zum 31. Dezember 2017 und Prognose“, August 2018

[5a] welt.de, 10.3.2019: Siemens will seinen Atommüll an den Bund abschieben

[6] aschaffenburg.bund-naturschutz.de: "Unbehagen" über radioaktive Abfälle in Karlstein