Forschungsreaktor Frankfurt

Anlage

 

Name der Anlage:

Forschungsreaktoren FRF 1 und 2

Bundesland:

Hessen

Betreiber:

Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

Eigentümer:

Land Hessen

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV)

Früher: Hessisches Kultusministerium

Reaktortyp:

Homogener Reaktor

Leistung, thermisch:

50 kW

Baubeginn:

15.06.1956: Grundsteinlegung durch Bundesminister für Atomfragen Franz Josef Strauß (CSU)

Inbetriebnahme:

10.01.1958

Stilllegung

 

Außerbetriebnahme:

19.03.1968 auf Grund von technischen Schwierigkeiten

Stilllegung FRF 1:

1970: Der FRF 1 wurde weitgehend abgebaut

Um- bzw. Neubau
als FRF 2:

1973 begann der Bau des FRF 2 an selber Stelle. Dafür wurden kontaminierte und aktivierte Anlagenteile des Vorgängerreaktors FRF 1 verwendet. Die Sicherheitsanforderungen wurden während der Bauzeit erhöht, die Kosten stiegen, gleichzeitig verlor der Reaktor an Attraktivität für die Forscher. 1976 sperrte das Bundesforschungsministerium die Fördermittel. Am 11.06.1980 wurde die Betriebsgenehmigung endgültig verweigert, u.a. wegen fehlerhaften Stählen und rostendem Sekundärkreislauf. [1]

„Sicherer“ Einschluss

Ab 1996

Rückbau:

Vollständiger Rückbau von März 2005 bis Oktober 2006

Entlassung aus dem AtG am 31.10.2006

Kosten:

Baukosten für den FRF 1 ca. 1,85 Mio. €, davon übernahm der Chemiekonzern Farbwerke Hoechst AG 600.000 € als Stiftungsgelder für die Universität Frankfurt.

Baukosten für den FRF 2 ca. 10 Mio. €

Abfälle

 

Abrissabfälle:

Gesamtmasse der Anlage FRF: 13.500 t

Radioaktive Abfälle: 90 t

Freigabe: Freigemessene Reststoffe 180 t

Gebäudemassen zum konventionellen Abbruch: 13.230 t [2]

Zwischenlagerung im Reaktorgebäude:

Das Reaktorgebäude wurde ab etwa 1983 bis zu seinem Abriss als Zwischenlager für radioaktive Abfälle der Universität Frankfurt verwendet. [3]

Quellen

[1] de.wikipedia.org: Forschungsreaktor Frankfurt (Abgerufen am 20.07.2017)

[2] STEAG: Restbetrieb und Restabbau der Forschungsreaktoranlage Frankfurt (FRF)

[3] Bundesamt für Strahlenschutz: "Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2012", Juli 2013