Anlage | |
Name der Anlage: | SPGK Siemens Power Generation Karlstein |
Bundesland: | Bayern |
Betreiber: | Juli 2000: Ausgliederung des Nuklearbereichs der KWU unter dem Namen Siemens Nuclear Power GmbH [1] 01.04.1973 Zusammenführung der Reaktor-Entwicklungs- und Forschungsabteilungen in das 1969 gegründete Gemeinschaftsunternehmen Kraftwerk Union (KWU). Damit wurde aus der Kernenergieversuchsanlage der AEG das Entwicklungs-, Service- und Schulungszentrum der Kraftwerk Union. [2] Bis 31.03.1974 AEG |
Gesellschafter: | Ab Juli 2000: Siemens AG / KWU Ab 01.04.1974: AEG und Siemens Bis 31.03.1974: AEG |
Anlagen: | Heiße Zellen, 1,1 m dicke Wände und Bleiglasfenster, fernhantierte Manipulatoren mittelradioaktives Labor (MAL) Verbrennungsanlage ARAK Abwasserbehandlungsanlage [3] |
Zweck: |
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Inbetriebnahme: | 1967 [4] |
Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde: | Inbetriebnahme: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Stilllegung: Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz |
Störfälle: | Januar 1985 - August 1986: Umbau- und Modernisierungsarbeiten in der Abwasseranlage der SPGK in Karlstein. Dabei kam es in Kontrollbereichen zu Kontaminationen und infolge davon zu Inkorporationen, insbesondere von Americium-241. [5] Bei 21 Beschäftigten muss laut Öko-Institut davon ausgegangen werden, dass die zulässige Dosis um ein Mehrfaches überschritten wurde. Die bayerischen Staatsanwälte lehnten die Eineitung eines Strafverfahrens ab. Ein Leiharbeiter, der auch in den Hanauer Betrieb gearbeitet hatte, erkrankte an Lungekrebs. [6] Ein Leiharbeiter verklagte erfolglos die Firma Siemens,1995 verstarb er. [7] |
Stilllegung | |
Außerbetriebnahme: | 1989 [4] |
Rückbau: | Beginn 1993 [3] 2001: Rückbau der Heißen Zellen abgeschlossen [4] |
Abfälle | |
Rückbauabfälle: | Ca. 1.000 t Beton waren teilweise hoch kontaminiert [8] Nach Dekontamination verblieben insgesamt:
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Verbringung der Abfälle: |
"Der kerntechnische Bereich der AEG ging später zur KWU über. Die Marke AEG gehört seit einigen Jahren Electrolux. Areva wäre wohl der einzige mögliche Ansprechpartner als Nachfolger der KWU, Areva teilt jedoch am 10.09.2009 mit, dass sie in der Angelegenheit nicht zur Sachaufklärung beitragen können, und verweist an die Kraftwerk Union AG (KWU) und Siemens AG. Für diese Ablieferer fühlt sich Siemens jedoch nicht zuständig." [10]
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Quellen:[1] Wikipedia.de: Kraftwerk Union, Stand 25.10.2023 [2] Wikipedia.de: Forschungsreaktor Karlstein, Stand 27.01.2023 [4] Eike Gelfort: Statusbericht zur Stilllegung kerntechnischer Anlagen [6] Siemens - Ein leiser Hauch von Silkwood, taz 18.05.1989 [7] Früher Tod aus Deutschland, die tageszeitung, 12.04.1995 [8] Sat.kerntechnik Referenzliste: Siemens AG, Power Generation - Rückbau der Heißen Zellen [10] Helmholtz-Zentrum München / PG Jülich: „Asse-Inventar – Abschlussbericht“ vom 31.08.2010 | |