Anlage |
|
Name: | Zwischenlager Lohmen |
Bundesland: | Sachsen |
Betreiber: | Staatliches Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz (SAAS) |
Bau: | Staatliches Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz (SAAS) |
Zweck: | Erfassung, Zwischenlagerung und Konditionierung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle mit dem Ziel, diese an das Endlager Morsleben abzugeben. Von 1969 bis 1974 wurden Radium-Strahlenquellen zentral eingesammelt und in der Außenstelle des SAAS in Lohmen zwischengelagert: 2.265 Strahlenquellen mit 4,2 x 1011 Bq. Davon wurden ca. 8,5 x 1010 Bq Radiumnadeln vom Außenhandelsunternehmen Isocommerz verkauft. [1] |
Besondere Gefahren: | Während der Zwischenlagerung in Lohmen wurden hohe Konzentrationen an Rn-222 in der Luft im Stollen festgestellt, verursacht durch Freisetzung aus den konditionierten Radiumabfällen. [1] 1992 ermittelte eine Studie anhand des DDR-Krebsregisters, dass innerhalb von zehn Jahren rund um die Atomanlagen in Dresden und Lohmen sechs Kinder an Leukämie erkrankt sind - doppelt so viele wie im DDR-Durchschnitt. [2] [3] |
Stilllegung |
|
Außerbetriebnahme: | 1983: Komplette Räumen des Lagers |
Rückbau: | 1984: Dekontaminations- und Sicherungsarbeiten, radiologisch uneingeschränkte Freigabe der Liegenschaft, Absicherung der Stollen gegen unbefugtes Betreten Nachnutzung durch die Nationale Volksarmee als "Untertageanlage Komplexlager 32" , Oktober 1990: Übernahme durch die Bundeswehr als Gerätedepot der Logistikbrigade 4 Strausberg. Im Februar 1999 wurde der Standort aufgelöst, die Stollenzugänge im November 1999 verschlossen. 2007 wurde das Objekt an einen privaten Verein verkauft, der den Eingang 2011 wieder öffnete und in dem Stollensystem und auf dem Gelände Veranstaltungen durchführt. [4] |
Abfälle |
|
Verbringung von Abfällen: | |
Quellen[3] Origineller Ansatz. Der Spiegel 20/1996. 12.05.1996 [4] Komplexlager Lohmen, KL32 (UTA), sperrgebiert.eu, abgerufen 22.08.2025 | |
Zwischenlager Lohmen
Urheber: Hagar66, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lohmen_in_PIR.svg