RBU Karlstein

Anlage

Name:

RBU 2; später Siemens Brennelementwerk Hanau, Betriebsteil Karlstein

Bundesland:

Bayern

Betreiber:

Siemens AG

früher RBU – Reaktor-Brennelement Union

Gegründet als Kernreaktorteile (KRT) GmbH, eine Tochter von AEG und General Electric. 1974 fusionierte die KRT mit der RBU.

Gesellschafter:

Die RBU war eine gemeinsame Tochter von Siemens (60%) und NUKEM (40%). Nach dem Transnuklearskandal übernahm Siemens 1988 die Anteile der RBU von NUKEM und benannte RBU-2 in „Siemens Brennelementwerk Hanau – Betriebsteil Karlstein“ um.

Brennelement-
fertigung:

Fertigung und Zwischenlagerung von Brennelementen aus Urandioxid mit max. 4% Anreicherung; Durchsatz 400t/a UO2  [1]

Fertigung gesamt:

Ca. 900.000 Brennstäbe, ca. 3.000 t UO2

Betriebsbeginn:

1966

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Wirtschaft (WM)

Umgebungs-
überwachung:

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

Unabhängige Messstelle:

  • Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) [2]

Stilllegung

 

Außerbetriebnahme:

1993

Rückbau:

Begonnen am 16.08.1994

31.03.1999: Aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen

Konventionelle Weiternutzung:

Nur noch konventionelle Strukturteilfertigung am Standort [1]

Kosten:

Ca. 15 Mio. €

Abfälle

 

Rückbauabfälle:

Ca. 700 t für RBU und SPGK

Zwischenlager am Standort:

siehe Siemens Karlstein - Konditionierung und Zwischenlager: Genehmigung nach §9 AtG und §3 StrlSchV (alt) für 4.800 m³; 2.130 m³ nach §9 AtG und 2.670 m³ nach §3 StrlSchV (alt) für Betriebsabfälle und Abfälle aus dem Rückbau [3]

Verbringung der Abfälle:

  1. ASSE II: Kernreaktorteile GmbH: 153 m³; RBU: 1.523 Gebinde (RBU Karlstein; RBU Hanau) [4]
  2. Morsleben: Siemens KWU 120 m³ (nicht unbedingt alleine vom Standort Karlstein) [5]
  3. Zwischenlager Hanau: 168 t

Quellen

[1] Bundesamt für Strahlenschutz: "Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2012", Juli 2013

[2] lfu.bayern.de - welche Anlagen werden überwacht

[3] Entsorgungskommission (ESK): „Stresstest für Anlagen und Einrichtungen der Ver- und Entsorgung in Deutschland“ revidierte Fassung vom 18.10.2013

[4] Greenpeace: „Tabelle Asse-Inventar“

[5] Deutscher Bundestag: Antwort auf die schriftliche Anfrage der Abgeordneten Lötzer, Drucksache 17/14270, 28.06.2013, S. 62 ff.